Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

09.03.2020

ngz I 1900 Helfer machen beim Frühjahrsputz mit

 

Bei der Aktion wurden in den Stadtteilen insgesamt mehr als 70 Kubikmeter Müll gesammelt. Mehr als 60 Gruppen beseitigten Abfall vom alten Waschbecken bis zu – vollen – Hundekotbeuteln.

An vielen Stellen im Stadtgebiet waren Grevenbroicher mit Handschuhen und Müllsäcken unterwegs – der jährliche Frühjahrsputz stand an. Mehr als 1.900 Menschen machten dabei mit, gut 100 mehr als bei der Aktion vor einem Jahr. Ralf Dietrich von den Stadtbetrieben Grevenbroich, bei dem die Fäden für den Frühjahrsputz zusammen liefen, führt die rege Beteiligung auch auf das gute Wetter zurück. Das Sammel-Ergebnis: mehr als 70 Kubikmeter Müll.

Sie werden garantiert später einmal ihren Müll ordnungsgemäß entsorgen: Lynn (4) und Jaron (2) machten in Wevelinghoven als begeisterte Müllsammler mit. Ihr Vater Nikolai Dohlen vom Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven hatte die Ehrenamtler eingeteilt: Jeder wusste, wo er sammeln musste und wo der Müll zwischenzulagern war.

Die Stimmung bei den Sammlern in der Gartenstadt war gut – kein Wunder, schließlich ließ sich während der Aktion die Sonne blicken. Hubert Gaspers (83) hatte bereits im Vorfeld Müll gesammelt. Sein Eindruck: „Es ist nicht weniger geworden im Vergleich zu den Vorjahren.“ Alexander Klömpges (56) hat die Erfahrung gemacht, dass sich bei Sturm Verpackungsmaterial vom Baumarkt, Bettenhaus und Tierfuttermarkt selbstständig macht. Was er jetzt kritisierte: „Straßen NRW mäht die Randstreifen der Landes- und Bundesstraßen, ohne zuvor den Müll zu beseitigen – der wird einfach zerkleinert.“

„Da ist Müll, Mama, den müssen wir mitnehmen“, meldete die kleine Lynn Dohlen. „Die Kinder sortieren auch zu Hause den Abfall“, erklärte Mutter Nadine. Die Wevelinghovener Schützen beendeten ihren Einsatz beim Frühjahrsputz wieder mit einem Ritual: Bei Ehrenoberst Manfred Moll gab es leckere Erbsensuppe, die Herbert Schumacher besorgt hatte. 35 Personen stark war die Gruppe der Schützen gewesen. Sie ärgerten sich vor allem über die vielen – vollen – Hundekotbeutel, die einfach weggeworfen werden.

Ein Lichtblick: Die Müllmenge, so der Eindruck von Nikolai Dohlen von den Schützen, ist im Vergleich zu den Vorjahren zumindest nicht größer geworden. (...)

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 09.03.2020 I Bild: BSV

22.08.2019

ngz I Stefan und Ursel Fücker regieren in Wevelinghoven

 

Fest-Finale - Krönungsabend beendete das Fest in der Gartenstadt.

Vizepräsident Marcus Odenthal sprach nicht ohne Grund vom „feierlichen Höhepunkt des Schützenfestes“: Bei der Krönungsfeier wurden wieder alle Register gezogen – sie begann mit einem Riesenapplaus für das scheidende Königspaar Jens und Nicole Brandofsky und endete mit dem gemeinsamen Singen des Wevelinghovener Schützen- und Heimatliedes.

Stehende Ovationen, Begeisterungsrufe – mehr ging nicht. Das alte Königspaar wurde gebührend verabschiedet. Luft nach oben wäre beim Wetter gewesen. Oberst Peter Schrörs hatte die Parade, die am Sonntag wegen der schlechten Wetterprognosen ausgefallen war, sehr zur Freude von Jens Brandowsky am Montag nachgeholt. Kurz vor der Krönung wurden Stefan und Ursel Fücker begeistert gefeiert. Der Applaus war so etwas wie phonstarke Vorschusslorbeeren.

Aber spätestens, als Präsident Günter Piel die Krönungsrede gehalten hatte, dürfte jedem Zeltbesucher klar geworden sein, dass man es wieder mit einem vielversprechenden Königspaar zu tun haben würde. Piel begann seine Rede mit den wenig erfreulichen Briefen vom Pascal-Gymnasium an die Eltern von Stefan Fücker. Ab dem Schulwechsel sollte es dann aber bergauf gehen. Der Präsident lobte den Inhaber einer Fahrschule und Busunternehmer mit 20 Bussen: „Er ist bei fast jedem Sondereinsatz zur Stelle.“ Der 55-Jährige hatte seine Ursel, die damals noch als Krankenschwester gearbeitet hatte, auf einer Busfahrt nach Sorrent kennengelernt – sie war Urlauberin, er der Busfahrer. Günter Piel verriet, dass Schwimmen und Yoga zu ihren Hobbys zählen, dass der König ein rasanter Skifahrer ist, der auf Texel seinen ersten Fallschirm-Tandemsprung gewagt hat. „Seien Sie ein guter Sohn Ihrer Heimatstadt Wevelinghoven“, gab ihm Günter Piel jetzt mit auf den Weg.

Bürgermeister Klaus Krützen hatte den Stadtschützenorden für Werner Köpp mitgebracht, der sich seit Jahren um das Archiv des BSV Wevelinghoven kümmert, aber zu vorgerückter Stunde bereits den Heimweg angetreten hatte. Edelknabenkönig Alessandro Zambito-Hamacher war allerdings noch da: Er trug ein Gedicht vor. Die Pfänderschützen bekamen den Ritterorden verliehen: Michael Heiderich hatte den Kopf des Königsvogels abgeschossen, Dirk Beier den rechten, Peter Schrörs den linken Flügel und Thomas Mede den Schweif.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 22.08.2019 (online) I Foto: BSV