Presseberichte rund um den Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V.

20.10.2018

ngz I Wevelinghovener Bürgerschützen trauern um Rudi Broens

 

Broens gehörte seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Verein an. 1997, mit 44 Jahren, wurde er zum Präsidenten der großen Schützengemeinschaft gewählt. Besonderen Wert legte er auf die Pflege nachbarschaftlicher Kontakte zu den befreunden Vereinen.

Die Wevelinghovener Bürgerschützen trauern um ihren Ehrenpräsidenten. Rudolf Broens starb am Dienstag im Alter von nur 65 Jahren.

Broens gehörte seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Verein an. 1997, mit 44 Jahren, wurde er zum Präsidenten der großen Schützengemeinschaft gewählt. Besonderen Wert legte er auf die Pflege nachbarschaftlicher Kontakte zu den befreunden Vereinen und wurde mit dem Titel des „liebenswürdigsten und beliebtesten Präsidenten im Stadtgebiet“ geehrt. In die Zeit seiner Präsidentschaft fiel vor allem das 75-Jahr-Jubiläum des Bürgerschützenvereins, das ein Jahr vor der Jahrtausende gefeiert wurde. 2000 wurde Broens vom damaligen Regimentschef Manfred Moll mit dem persönlichen Oberstorden dekoriert – die höchste Auszeichnung des BSV.

Der pensionierte Studiendirektor im gymnasialen Dienst musste 2011 aus gesundheitlichen Gründen sein hohes Vorstandsamt niederlegen. Rudi Broens wurde von seinen Schützen zum Ehrenpräsidenten ernannt und mit dem Großen Zapfenstreich feierlich verabschiedet.

Engagement zeigte Broens auch in der Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes, in der er bis zuletzt Vorstandsarbeit leistete. Die Hände in den Schoss legen und abwarten – das war nicht seine Sache. Rudi Broens war daran gelegen, als Aktivposten das Leben in der Gartenstadt mitzugestalten. Das wird in Wevelinghoven nicht vergessen werden.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 20.10.2018 I Foto (BSV)

23.08.2018

ngz I Jens Brandofsky ist jetzt König in Wevelinghoven

 

Mit dem feierlichen Krönungsabend wurde das Fest in der Gartenstadt beendet.

Jens Brandofsky (42) könnte kaum glücklicher sein: Nach 38 Jahren Mitgliedschaft im Bürgerschützenverein erfüllte er sich im Juli mit dem 114. Schuss einen Kindheitstraum. Der bisherige Kronprinz wurde zum Fest-Finale am Dienstag Abend gemeinsam mit Ehefrau Nicole (40) gekrönt.

Zum Krönungsball konnte Vizepräsident Marcus Odenthal zahlreiche Gäste begrüßen, darunter viele Vertreter der befreundeten Vereine. Bevor Präsident Günter Piel in die Zeremonie einstieg, lobte er das Engagement der Schützen. „Mitgestalten heißt, sich zu engagieren und auch einen Teil seiner Freizeit in die Gesellschaft zu investieren. Wir sind stolz darauf, dass es in Wevelinghoven so viele Menschen gibt, die Brauchtum und Heimattreue leben.“ Dann war es an der Zeit für Daniel Steinert und Nadine Schmitz – eines der jüngsten Königspaare der Vereinsgeschichte – ihr ereignisreiches Regentenjahr Revue passieren zu lassen und Zepter, Königssilber und Krönchen in die Hände des Schatzmeisters zu legen.

„Die Insignien geben sie nur ungern ab, zu wohl haben sie sich gefühlt und keine Mühen gescheut, ihr Amt mit Würde auszufüllen – sie haben aber auch die Freuden genossen“, sagte Piel. Ihre Nachfolger Jens und Nicole Brandofsky stammen beide aus Wevelinghoven. Genau an ihrem 14. Hochzeitstag schoss er den Königsvogel ab – das war gleich ein doppelter Grund zur Freude.

Jens Brandofsky begann seine Schützenkarriere als Edelknabe. Inzwischen hat er seine Schützenheimat im Jägerzug „Ever Jrön“ gefunden, dem Jägerzug der früheren Majestät Michael Klasen. „Das Schützenwesen wurde ihm in die Wiege gelegt“, betonte Günter Piel. „Seine Eltern Karl-Heinz und Christel Brandofsky waren 1996/1997 Königspaar der Gartenstadt.“

Erzählungen seiner Mutter zufolge, liebte es Jens Brandofsky, als Kind mit dem Feuer zu spielen und sein Spielzeug anzuzünden. Längst hat er aber die Seite gewechselt und arbeitet als Oberbrandmeister bei der Leitstelle Neuss. Gemeinsam mit seiner Frau Nicole, die als Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Grevenbroich arbeitet, hat er zwei Kinder: Dominik (20) und Dean (11), mit denen sie gerne ausgedehnte Reisen im eigenen Wohnwagen unternehmen.

„Wir freuen uns sehr, wieder ein so sympathisches und beliebtes Königspaar zu haben“, schloss Günter Piel die feierliche Zeremonie ab.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (vest) vom 23.08.2018 I Foto: BSV

20.08.2018

ngz I Wevelinghoven feiert mit eigener Note

 

Das mit 1300 Aktiven größte Schützenfest bleibt familiär. Besonders gefördert wird die Jugend auch vom Königspaar Daniel und Nadine. Auf seinen Flitterwochen durch Europa war auch ein Stammgast aus den USA wieder dabei.

Das junge Königspaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz wollte neue Wege beschreiten bei Grevenbroichs größtem Schützenfest in Wevelinghoven: Das ist dem Paar gelungen. „Ich bin lieber mehr unter den Leuten als auf der Bühne“, sagte Steinert und ließ Taten folgen. So ehrten er und „seine“ Königin die Sieger im Fackelwettbewerb mit eigenen Urkunden: „Wir wollten unsere besondere Anerkennung zeigen“, betonte der Schützenkönig. Und das galt auch für die vom Königspaar eigens für den Jungkönig gespendete Kette. „Die Jugend ist unsere Zukunft“, weiß Steinert, aber auch der Sprecher des Bürgerschützenvereins (BSV) Wevelinghoven, Nikolai Dohlen: „Wir haben in diesem Jahr eine besonders große Edelknabengruppe, freut er sich. Außerdem hatte das Königspaar eine besondere Jubilarwürdigung für das 50-Jährige der „Erftjunker“ und das jeweils silberne Jubiläum der Züge „Ärm Söck“ und „Immer Blau“ vorbereitet, bei der jedes einzelne Mitglied hervorgehoben wurde.

Der achtjährige Edelknabe Phillip Hinke wurde am Sonntagmorgen im großen Festzelt auf dem Marktplatz in Wevelinghoven von BSV-Präsident Günter Piel im Beisein von König Daniel Steinert auf der Bühne gekrönt. Und noch ein wenig schüchtern, aber doch schon voller Stolz erzählte der Kinderkönig auf Befragen des Präsidenten, dass er schon 28 Gäste in seiner Kinderresidenz empfangen hatte. Darunter waren sicherlich eine Reihe weiterer Edelknaben, die ab dem Alter von fünf Jahren am großen Sonntagsfestzug durch Wevelinghoven auf kurzen Beinen den etwa sieben Kilometer langen Weg schafften.

Mit seinen 1300 Aktiven, die in Wevelinghoven laut Dohlen auch engagiert mitwirken, ist es zwar das größte Schützenfest in Grevenbroich: „Wir sind zwar viele, aber wir kennen uns alle. Und deshalb ist es auch ein familiäres Fest geblieben“, sagt der BSV-Sprecher. So familiär, dass auch Rudi Gehlen mit seinen 86 Jahren als Ehrenoberst immer noch munter mit dabei ist und dass natürlich der „Wahl-Wevelinghovener“ Keegan Chapman aus den USA eigens zum Fest in Wevelinghoven wieder angereist war. Er hatte kurz zuvor geheiratet, und ein Schützenzug aus Wevelinghoven war dazu in die USA geflogen. Nun machte Keegan mit seiner Frau Station auf der Hochzeitsreise durch Europa mit einer „Punktlandung“ zum Schützenfest in Wevelinghoven.

Aufregung gab es am Sonntagmorgen, als ein Schützenkamerad beim Antreten zum Kirchgang wohl aufgrund von Kreislaufproblemen auf der Straße umgefallen war. Der Notarzt wurde gerufen, der den Mann mit Infusionen versorgte und ins Krankenhaus bringen ließ. Der Zustand des Schützen sei aber nicht bedrohlich gewesen, sagte Dohlen.

Eine Besonderheit war in diesem Jahr die Musikwahl beim Schützenfest in Wevelinghoven: Zum ersten Mal hatte der BSV die Coverband „Schroeder“ für den Samstag- und auch für den Sonntagabend verpflichtet. „Das Zelt war voll und auch der Platz bei dem schönen Wetter, die neue Musikgruppe ist beim Publikum sehr gut angekommen“, beobachtete der Vereinssprecher.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Gundhild Tillmanns) vom 20.08.2018 I Foto: Georg Salzburg