Presseberichte 2017

25.08.2017 I ngz I Rikscha-Fahrer sammeln 1500 Euro für die Uni-Klinik

Auch Bürgermeister strampelte für den guten Zweck.

Der Verein "Brauchtum hilft" um Bastian Mensing und Jens Knoche zieht zufrieden Bilanz seiner Rikscha-Aktion zum Wevelinghovener Schützenfest. Unter dem Strich kamen 1500 Euro zusammen, die der Forschungsarbeit der Onkologie in der Kölner Universitätsklinik zugutekommen sollen.

Mensing und Knoche hatten mit Ehrenamtlern eine Fahrradrikscha organisiert, um damit Festgäste am Sonntag nach Hause zu kutschieren. Bürgermeister Klaus Krützen schloss sich dieser Aktion an und trat selbst in die Pedalen des ungewöhnlichen Fahrzeugs. Parallel zu dieser Aktion veranstalteten Schützenfrauen ein Kinderschminken für die kleinen Besucher des Schützenfestes. "An diesem Tag haben wir exakt 848,02 Euro gesammelt", schildert Bastian Mensing. Doch es kam noch besser: Die Mitglieder des Jägerzuges "Erftjäger" stockten diesen Beitrag auf 1000 Euro auf - und der Bürgerschützenverein Wevelinghoven legte am Ende des Tages noch einmal 500 Euro oben drauf. "Ein toller Erfolg", sagt Mensing, der sich bei allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz bedankt.

Ein Dankeschön gab es aber auch für die Organisatoren der Benefiz-Aktion: Vorsitzender Bastian Mensing und sein Vize Jens Knoche wurden von Bürgermeister Krützen für ihr Engagement mit dem "Stadtschützen-Orden" dekoriert. "Wir werden ihn künftig abwechselnd tragen", sagt Mensing.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 25.08.2017 I Foto (Mensing)

24.08.2017 I ngz I Wevelinghoven feiert sein neues Schützenkönigspaar

Mit allen Würden und feierlichem Rahmenprogramm war die Krönung der neuen Majestäten Daniel Steiner und Nadine Schmitz Höhepunkt und Abschluss des Schützenfestes in Wevelinghoven. Dazu zählten ein großer Zapfenstreich vorm Rathaus, die anschließende Kutschfahrt mit großem Gefolge durch die Stadt sowie der Einzug ins Festzelt zu der Melodie von "Tochter Zion" - einer seit Jahren gepflegten Wevelinghovener Tradition. Das Königspaar sprang ins Auge, umgeben von seinem prächtigen Hofstaat.

Im mit den Vereinsfarben und der ehemaligen Stadt Wevelinghoven rot-weiß drapierten, etwa 1800 Sitzplätzen bietenden Festzelt war die Stimmung bestens. Bürgermeister Klaus Krützen sprach ein Grußwort. Unter den fröhlich Feiernden waren ebenso Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wie Daniel Rinkert (SPD), und natürlich kamen aus den Nachbargemeinden die dort amtierenden Königspaare.

Doch das absolute Highlight, mag es in fast nahtloser Folge im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 auch noch so oft eingeübt worden sein, war die Krönung des jungen Königspaars. Schon der Urgroßvater von Daniel Steinert war in Wevelinghoven Schütze, und die Familie hat sich immer sehnlich gewünscht, dass es einer der Ihren einmal bis zur Königswürde bringen würde. Entsprechend groß sind jetzt Freude und Stolz, dass Daniel Steinert vom Jägerzug "Immer Durst" mit dem 249. Schuss den Vogel abschoss. An seiner Seite Partnerin Nadine Schmitz, die nun für ein ganzes Jahr die Krone tragen wird. Die riesige Halle war genau der passende Resonanzboden für das "rundum gelungene Schützenfest", wie sich die Teilnehmenden einig waren.

Vor allem wurde wieder unmittelbar spürbar, wie tief verankert das Schützenwesen gerade in Wevelinghoven ist. Das Programm hatte viel zu bieten, vor allem spielte die Huldigung an die neuen Würdenträger die entscheidende Rolle. Aber auch das nun scheidende Königspaar wurde gewürdigt. Die Ablösung von Walter Danke und Britta Müller-Bludau wurde im Rahmen der Feierlichkeiten umfassend zelebriert. "Sie haben ihr Amt mit Stil und Würde königlich absolviert", wurden sie gelobt. Und nachdem sie ihre Insignien abgegeben hatten, waren sie jubelnd und fröhlich von ihrem Schützenzug wieder in dessen Mitte aufgenommen worden.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (nie) vom 24.08.2017

21.08.2017 I ngz I Fast 1500 Teilnehmer beim Festzug

Wevelinghoven versteht zu feiern: Alleine 1460 Schützen und Musikr präsentieren sich gestern beim Festzug. Aber im Mittelpunkt dieser tollen Tage steht natürlich das Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau.

Mit mehr als 900 aktiven Schützen kann sich das Schützenfest in Wevelinghoven sehen lassen. Das weiß man nicht nur in der Gartenstadt - kein Wunder also, dass zum Fackelzug und den Paraden viele Menschen die Straßen säumten und das Festzelt gut besucht war. "Es läuft super", lautete gestern Mittag die Zwischenbilanz des Vizepräsidenten Marcus Odenthal. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau, die die Nichte des Königs ist. "Es ist wunderschön", schwärmte der König gestern. Und er fügte hinzu: "Der Königin gefällt es auch sehr gut."

Der Festumzug gestern am frühen Nachmittag schien kein Ende zu nehmen. Mit den Musikzügen marschierten rund 1460 Menschen durch die Straßen von Wevelinghoven, wobei die Farbe Grün der Jäger eindeutig überwog. Von den mehr als 900 Schützen gehören rund 200 dem Grenadierkorps und 170 den Scheibenschützen an, alle anderen sind in Jägerzügen organisiert. Am Straßenrand saß Peter Mattheisen in seinem Rollstuhl in seiner schmucken blauen Uniform. Später fuhr der Mann, dem vor zehn Jahren beide Beine amputiert worden waren, als Spieß auf der Kanone mit. Sein Motto lautet: "Solange ich es noch kann, mache ich mit." Am Vormittag erlebte er die tolle Parade vor der Geistlichkeit, wo der Stechschritt in Perfektion gezeigt wurde. Was ebenfalls positiv auffiel: Pünktlich zum 90-jährigen Bestehen konnte das Sappeurkorps deutlich verstärkt werden. Die Männer mit den strahlend weißen Schürzen und den glänzenden Beilen fielen schon von weitem auf.

Besinnliche Momente gab es dann auf dem Friedhof bei der Gefallenen- und Totenehrung. Oberst Peter Schroers ließ an der Aktualität dieses Rituals keinen Zweifel. Und die Salutschüsse aus dem Rohr der 47 Jahre alten Kanone mit dem Namen "General Blücher" dürften im ganzen Ort zu hören gewesen sein. Nicht ganz so laut, aber ebenfalls sehr eindringlich: Der Gesang des Männergesangvereins Cäcilia Wevelinghoven, der unter der Leitung von Dirigent Carsten Wüster unter anderem "Beati mortui" vortrug. Später, nach der Kranzniederlegung, ging es dann ins Festzelt, wo der kleinste Repräsentant im Mittelpunkt stand: Edelknabenkönig Konrad Schneider wurde feierlich gekrönt.

Seine erste Amtshandlung war die Ehrung der Pokalsieger der Edelknaben und Jungendschützen. In Wevelinghoven gibt es aktuell 15 Edelknaben und acht Jugendschützen. Ein Ritual wurde hinübergerettet aus der Zeit, als Wevelinghoven noch eine selbstständige Gemeinde war: Der Empfang im früheren Rathaus.

Es ist heute im Besitz der Familie Esser, die es den Schützen gestattet, das Haus einmal im Jahr zur Traditionspflege zu nutzen. Abends stand Jungschützenkönig Maximilian Fink im Mittelpunkt - der König der Jungschützen wurde im Rahmen des "Balls der Könige" gekrönt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Rudolf Barnholt) vom 21.08.2017 I Foto (Dieter Staniek)

21.08.2017 I ngz I Fackelzug mit kritischen und persönlichen Themen
"Schützenblut tut allen gut!", so warb die Fackel von Waidmannsheil fürs Blutspenden

Musik begleitete den großen Fackelzug an der Langwadener Straße in Wevelinghoven, auf den die ersten Neugierigen schon am Straßenrand gewartet hatten. Im Mittelpunkt standen dabei die Motivwagen, die Lokales, Bewegendes, Nachdenkliches und Kritisches thematisierten. Alle waren richtig groß im wahrsten Sinne des Wortes, so dass beim Jägerzug Waldeslust sogar ein Schütze mit einer Stange vorangehen musste, um die über die Straßen gespannten Fähnchen anzuheben. Rolf Flintz, Fahnenoffizier im Jägerkorps, erklärte den großen bunten Vogel Phönix, der bekanntlich aus der Asche auferstanden ist: "Wir haben in diesem Jahr einen erkrankten Zugkameraden verloren. Ihm zu Ehren und zum Gedenken haben wir diese Fackel gebaut."

Ebenso zum Nachdenken regte die Großfackel des Scheibenschützenkorps an. "Damit wollen wir an das Reformationsjahr erinnern, und dass Luther mit seinen deftigen Redewendungen immer noch aktuell ist", sagte Schütze Helmut Coenen. Nachwuchsprobleme machte ein Grenadierzug mit einem Glücksbärchen deutlich: "Probleme seit 2009 - bald werden alle Grenadiere über den Wolken sein." Einen Finger in die Wunde anderer Art legte ein Jägerzug. Sein Thema: "L 361 Lückenschluss im Schneckentempo", seit 1975 fehle eine Umgehungsstraße. Die Planung bewege sich im Schneckentempo. Und so hatten die Schützen eine aus Comics bekannte Rennschnecke mit großem Spoiler auf Schnelligkeit frisiert. (Kein) Schützenleben ohne Frauen, hatten sich Hubertusschützen auf die Fahne beziehungsweise Fackel geschrieben. Sie ist unseren besseren Hälften gewidmet, sagten die Schützen. Ohne sie gebe es keine Gemeinschaft und nicht die schöne Schützentradition. Damit es auch weiter allen so gut geht, hatte Waidmannsheil den Slogan "Schützenblut tut allen gut" gewählt. Mit großer Spritze und Blutstropfen wurde unter dem Motto "Spende Blut,rette Leben" für Blutspenden geworben. Mit der Möglichkeit, dass demnächst 48 Teams bei einer Fußball-Weltmeisterschaft antreten, konnte sich ein Zug nur in Maßen anfreunden. Zwar wünsche man sich mit 3:2 einen Sieg des BV Wevelinghoven gegen Ungarn, doch diese Aufstockung sei zu viel des Guten.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ho) vom 21.08.2017 I Foto (Georg Salzburg)

18.08.2017 I ngz I "X-Factor" schaukelt 25 Meter hoch

Etwa 100 Schausteller bewerben sich jährlich für die Wevelinghovener Kirmes.

Morgen um 14 Uhr geht es rund, dann wird der Kirmesplatz eröffnet. 27 Schausteller sorgen für einen abwechslungsreichen Rummel. Wie jedes Jahr, haben sich die Schützen auch diesmal wieder erfolgreich um eine Großattraktion gekümmert: Der "X-Factor" soll für reichlich Thrill zwischen Zelt und Pommesbude sorgen.

"Das Fahrgeschäft kann sich sehen lassen", sagt Präsident Günter Piel mit Blick auf die 25 Meter hohe Schaukel, die in luftiger Höhe pendelt. Bis zu 16 Personen können gleichzeitig Platz auf dem Fahrgeschäft nehmen, das erstmals in der Gartenstadt präsentiert wird. Ganz in der Nähe: die Raupe "Rock Express" und ein großer Auto-Scooter namens "Beach Bumper". Letzterer ist ein Muss auf der Kirmes: "Selbstfahrer sind immer noch der Renner bei den Besuchern - also unverzichtbar", sagt Vorstandsmitglied Alexander Klömpges. Aus diesem Grund wurde auch gleich ein zweiter, kleinerer Scooter für das jüngere Publikum verpflichtet.

Was das Schausteller-Interesse an Wevelinghoven betrifft, kann sich der Bürgerschützenverein nicht beklagen. "Jährlich haben wir etwa 100 Bewerbungen, aus denen wir aussuchen können", sagt Vizepräsident Marcus Odenthal. Die Vorteile des Kirmesplatzes: Er liegt mitten im Zentrum und wird gut frequentiert.

Hochoffiziell eröffnet wird der Platz morgen um 15 Uhr. Dann wird das 26 Jungs starke Edelknabenkorps die Fahrgeschäfte testen und einen Bummel über den Rummel unternehmen. Am Abend ziehen die Schützen acht Großfackeln durch die Gartenstadt - und damit ist zurzeit ein Limit erreicht. "Wir haben mehr Züge, die eine Großfackel bauen möchten, doch leider fehlen uns dafür die Bauplätze", beklagt Günter Piel. Gegen 22 Uhr startet im Zelt eine Fete: "Just is", die Hausband von Borussia Mönchengladbach, spielt bis kurz vor zwei. Der Eintritt kostet acht Euro.

Höhepunkt am Sonntag ist der Festumzug mit Königsparade, an dem sich etwa 1460 Aktive beteiligen werden - darunter Tambourkorps und Musikzüge in insgesamt neun Marschblöcken. Um 14.30 Uhr geht es los. Worauf sich Autofahrer einstellen sollten: Damit Rettungswege freigehalten werden können, wurde auf der Oststraße - aus Richtung Rhenania- bis zur Zehntstraße - eine Einbahnregelung eingeführt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Wiljo Piel) vom 18.08.2017 I Foto (L.Berns)

16.08.2017 I ngz I Spielmann Walter Danke regiert die Wevelinghovener Schützen

Für Walter Danke wird am Wochenende ein Traum wahr: Er ist der höchste Repräsentant des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven. Gemeinsam mit seiner Königin und Nichte Britta Müller-Bludau wird er das imposante Gartenstadt-Regiment regieren.

Das Herz von Walter Danke schlägt für das Tambourkorps "Frisch voran" Wevelinghoven. Unter den Spielleuten fühlt er sich bereits seit Jahrzehnten wohl. Mit Blick auf das 90-jährige Bestehen des Zuges trat er im Juni 2016 an der Vogelstange zum Königsschießen an und sicherte sich mit dem 31. Schuss den Titel.

Walter Danke, der bei Intersnack arbeitet und auch als Hobbybauer auf dem Hof seines Freundes Reiner Korbmacher eine gute Figur abgibt, ist ein Urgestein des örtlichen Brauchtums. Schon seit 47 Jahren gehört er dem Bürgerschützenverein und dem Tambourkorps "Frisch voran" an. In letzterem engagiert er sich als Kassierer.

Britta Müller-Bludau freut sich vor allem auf die kommen Festumzüge. Wie Walter Danke wuchs auch die Königin in der Gartenstadt auf. Die gelernte zahnmedizinische Fachangestellte arbeitet in Düsseldorf und lebt mit ihrem Mann und den Kindern Lena und Lars sowie dem Hund "Schröder" auf der Neusser Furth. Zusammen mit ihrer Familie unternimmt die Regentin ausgedehnte Radtouren in die nähere Umgebung - immer wieder auch nach Wevelinghoven.

Zu den gekrönten Häuptern des Bürgerschützenvereins zählt Maximilian Flink. Das 20 Jahre alte Mitglied des Scheibenschützenzuges "Wivekover Boschte" agiert in diesem Jahr als Regent der jungen Schützen. Beruflich ist die Majestät als Informationselektroniker beim Flughafen Köln-Bonn beschäftigt. Edelknabenkönig ist der zehn Jahre alte Konrad Schneider.

Das Fest beginnt am Samstag, 20.45 Uhr, mit dem Fackelzug. Acht Großfackeln werden diesmal zu sehen sein. Anschließend wird im Festzelt gefeiert. Ein Höhepunkt des Festes bahnt sich am Sonntag an, wenn sich die Korps um 14.30 Uhr zum großen Umzug mit Königsparade formieren. Um 20 Uhr beginnt im Zelt der "Ball der Könige".

Mit dem Regimentsfrühschoppen geht es am Montag um 11.30 Uhr weiter. Dann spielen die "Ardotaler Musikanten" zu einer zünftigen Feier auf. Um 17.30 Uhr wird das Regiment zu Festzug und Parade auf der Poststraße antreten. Ein Geheimtipp ist der anschließende "Dämmerschoppen" mit DJ im Zelt. Der Krönungsball am Dienstagabend markiert ab 20 Uhr den Ausklang des Festes. Daniel Steinert und Nadine Schmitz werden dann die Regentschaft übernehmen.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (NGZ) vom 16.08.2017 I Foto (BSV)

05.08.2017 I ngz I Rikscha-Taxi für Schützenfest-Besucher

Der Verein "Brauchtum hilft" startet in Wevelinghoven eine karitative Aktion. Mit einer Fahrradrikscha werden Gäste vom Festzelt nach Hause gebracht. Mit dem Erlös wollen die Mitglieder die Onkologie in der Uni-Köln unterstützen.

Es ist eine ungewöhnliche Idee mit einem ernsten Hintergrund: Die Mitglieder des Vereins "Brauchtum hilft" werden am Schützenfest-Sonntag in Wevelinghoven einen ganz besonderen Taxi-Dienst anbieten. Mit einer Fahrrad-Rikscha werden sie Kirmesfreunde vom Festzelt nach Hause bringen. Gegen Bezahlung, versteht sich. Das auf diese Weise gesammelte Geld ist für die Onkologie der Universitätsklinik in Köln bestimmt. "Wir wollen damit die Forschungsarbeit unterstützen", sagt Vorsitzender Bastian Mensing (30).

Der Verein "Brauchtum hilft" wurde vor zwei Jahren gegründet. Die Mitglieder haben sich vorgenommen, auf Heimatfesten für lokale, regionale und internationale Hilfsprojekte zu sammeln. Im vergangenen Jahr hat er 500 Euro zusammengetragen, die der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Grevenbroich zugutekamen. Die Naturfreunde um Martina Koch haben Lehrtafeln von diesem Betrag angeschafft, die im Tiergehege im Bend aufgestellt wurden.

Am 20. August - von 11 bis 20 Uhr - wollen sich die Mitglieder nun für die Kölner Onkologie abstrampeln. "Dies wird in Gedenken an unseren kürzlich verstorbenen Schützenbruder Hendrik Sönke geschehen", sagt Vizevorsitzender Jens Knoche (31). Dessen Eltern hätten es sich gewünscht, dass diese Klinik noch besser unterstützt werden sollte. "Diesem Wunsch wollen wir nachkommen", meint Knoche.

Das siebenköpfige Team von "Brauchtum hilft" hat sich mit dem Kölner Stefan Schlitt, Geschäftsführer des Rikschaunternehmens "Rikolonia", in Verbindung gesetzt. Er wird für diese Aktion kostenlos eines seiner dreirädrigen Transportfahrräder zur Verfügung stellen. Eine ausgiebige Probefahrt hat Jens Knoche bereits problemlos in der Domstadt unternommen.

Am Schützenfest-Sonntag wird sich der Verein vor dem Festzelt auf dem Marktplatz mit einem Info-Stand präsentieren, dort können auch die Tickets für die Heimfahrt gelöst werden. "Jeder kann so viel geben, wie er möchte", sagt Bastian Mensing. Es sollten aber mindestens acht Euro für den Nahbereich sein, für den äußeren Rand von Wevelinghoven dürften es zwölf Euro sein. "Ein Taxi kostet ungleich weniger", meint der Vorsitzende. Apropos: Der Verein "Brauchtum hilft" hat ein Taxiunternehmen, das hauptsächlich Wevelinghoven bedient, über die Aktion informiert. "Konkurrenz werden wir aber nicht sein", sagt Jens Knoche. Denn auf der Rikscha können pro Fahrt lediglich zwei Gäste Platz nehmen.

"Wir hoffen darauf, dass möglichst viele Gäste diese karitative Aktion unterstützen werden", betont Bastian Mensing. Nicht nur Schützen, sondern auch Gäste, Kirmesplatzbesucher und natürlich das Königspaar könnten den sicherlich nicht alltäglichen Fahrdienst in Anspruch nehmen.

Was der Verein jetzt noch braucht, sind Unterstützer, die dem Team helfen und sich ebenfalls als ehrenamtliche Rikschafahrer betätigen wollen. "Wer Interesse hat, kann sich ab sofort gerne bei uns melden", sagt Bastian Mensing.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (wilp) vom 05.08.2017 I Foto (Brauchtum hilft/Knoche)

12.07.2017 I Erft-Kurier I Wieder ein junger König

Der 249. Schuss brachte das Ergebnis: Daniel Steinert und Nadine Schmitz sind das neue Kronprinzenpaar des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. In einem äußerst spannenden Wettkampf hatte Daniel Steinert (25) das Glück auf seiner Seite und setzte sich gegen seine Mitstreiter an der Vogelstange, Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche" und Jens Brandofsky vom Jägerzug "Ever-Jrön", durch.

Kronprinz Daniel Steinert ist bereits seit 21 Jahren im BSV aktiv, seine Schützenkarriere startete er bei den Edelknaben. Inzwischen ist er Fahnenträger im Traditionszug "Immer Durst", dem Jägerzug des früheren Jägeroberst Josef Noethen (genannt "Knoll"). Der Zug belegt in den vergangenen Jahren zahlreiche erste Plätze im Fackelbauwettbewerb der Gartenstadt. Der gelernte orthopädische Schuhmacher und seine Freundin Nadine freuen sich nun auf die Krönung am Festdienstag Erste Aufgabe wird es sein die Pfänderritter auszuzeichnen: Marc Arnold (Kopf), David Sasse (linker Flügel), Stephan Petermann (rechter Flügel) und Florian Braunegger (Schweif).

Auch ein weiteres königliches Amt wurde vergeben: Mit dem 103. Schuss wurde Maximilian Fink vom Scheibenschützenzug "Wivekover Boschte" Kronprinz der jungen Schützen zwischen 14 und 24 Jahren.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 12.07.2017 I Foto (BSV)

10.07.2017 I ngz I Daniel Steinert ist neuer Kronprinz in Wevelinghoven

Jubel, Trubel und Heiterkeit: Daniel Steinert brauchte 249 Schüsse, um neuer Kronprinz zu werden.

249 Schüsse und einen freudvollen Jubelschrei später ist es amtlich: Daniel Steinert ist neuer Kronprinz. Er ist Mitglied im Jägerzug "Immer Durst".

"Das war ein spannender Wettkampf", sagt Nikolai Dohlen vom BSV Wevelinghoven. "Alle drei wollten unbedingt gewinnen", sagt er über den 25-jährigen Neu-Kronprinzen und seine Mitbewerber Hartmut Becker vom Jägerzug "Alte Eiche" sowie Jens Brandofsky, der Mitglied im Jägerzug "Ever-Jrön" ist. Der Wettkampf war auch deshalb bemerkenswert, weil die Kandidaten an einem neuen, jetzt mobilen Schießstand unter neuen Bedingungen - Gewehre und Munition sind ebenfalls neu - starteten.

Kronprinz Daniel Steinert ist übrigens bereits seit 21 Jahren im BSV aktiv, inzwischen als Fahnenträger im Traditionszug "Immer Durst". Und ist er nicht hier, verbringt er seine Zeit mit Freundin Nadine Schmitz (25). Zu seinen Hobbys zählt außerdem Judo. Diesen Sport betreibt der orthopädische Schuhmacher im Turnverein Germania.

König der Wevelinghover Jungschützen, also der Altersklasse von 14 bis 24 Jahren, wurde übrigens Maximilian Fink.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Valeska von Dolega) vom 10.07.2017 I Foto (lber)

09.06.2017 I ngz I Wevelinghovener Schützen illuminieren den Stadtpark

Die Wevelinghovener Bürgerschützen unter Leitung von Präsident Günter Piel bereiten sich auf ihr nächstes Stadtparkfest vor. Am Samstag, 24. Juni, kann auf einer großen Holdfläche vor der historischen Stadtparkinsel wieder gefeiert werden. Wie in den vergangenen Jahren werden die Brauchtumsfreunde wieder viele Bäume in buntes Licht tauchen und für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder durch ein Canadier-Rennen. Ab 15 Uhr können sich Wassersportler auf der Erft ein spannendes Rennen liefern. Das schnellste Team - bestehend aus sechs Paddlern und einem Steuermann, der vom Verein gestellt wird - gewinnt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden, während des Wendemanövers muss eine Aufgabe bewältigt werden.

"Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erftbrücke am Hemmerdener Weg verfolgen", sagt Günter Piel. Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten Marcus Odenthal per E-Mail anmelden. Die Adresse: modenthal@bsv-wevelinghoven.info. Zahlreiche Paddler haben bereits ihre Teilnahme zugesagt.

Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden. Für Stimmung ist gesorgt. "Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik von DJ Michael", verspricht Marcus Odenthal, der selbst viele Jahre ein aktiver Musiker war. Die Schützen erwarten am Abend zahlreiche Gäste, die es sich bei kühlen Getränken und heißen Grillspezialitäten gut gehen lassen können.

Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind im Vorverkauf im Kiosk Burbach (Marktplatz), bei Tank Schäfer (Nordstraße) und bei Haushaltswaren Bolz (An der Eiche) erhältlich. Das Ticket kostet sechs Euro.

Quelle: Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ngz) vom 09.06.2017

02.06.2017 I Erft-Kurier I Erst wird gepaddelt, dann wird gerockt. Mit DJ Michael.

„Jetzt kann es losgehen“, so Präsident Günter Piel zu den Vorbereitungen für das kommende Stadtparkfest: Am 24. Juni bieten der Bereich vor der historischen Stadtparkinsel den besonderen Rahmen für das große Stadtparkfest des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. Auf einer großen Holzfläche kann dann gefeiert und in geselliger Runde ein hoffentlich milder Sommerabend genossen werden. „Natürlich hoffen wir auf gutes Wetter“, so Vizepräsident Marcus Odenthal.

Zudem werden farbenprächtige Illuminationen die Bäume an der Stadtparkinsel in buntes Licht tauchen und so für eine zauberhafte Märchenwald-Atmosphäre sorgen. „Ein echter Hingucker“, da waren sich die zahlreichen Gäste der vergangenen Jahre einig.

Eingeleitet wird das Stadtparkfest wieder durch ein Canadierrennen auf der Erft. Ab 15 Uhr werden sich dann die „Wassersportler“ auf der Erft messen und ein spannendes Rennen austragen. Das schnellste Team, bestehend aus sechs Paddlern, gewinnt. Der Steuermann wird dabei vom Verein gestellt. Es muss eine festgelegte Strecke gepaddelt werden und zusätzlich ist während des Wendemanövers eine lösbare Aufgabe zu bewältigen. „Zuschauer können das komplette Rennen an den Seitenwegen sowie auf der Erft-Brücke am Hemmerdener Weg verfolgen“, erklärt BSV-Präsident Günter Piel.

Noch können sich Teams beim Vizepräsidenten des Vereins anmelden (modenthal@bsv-wevelinghoven.info): Es sind bereits zahlreiche Boote gemeldet – schnell sein lohnt sich also. Die Siegerehrung wird im Rahmen des anschließenden Festes stattfinden; interessante Preise sind angedacht.

Für gute Stimmung ist gesorgt: „Geboten wird extrem abwechslungsreiche Musik vom DJ Michael“, erklärt Marcus Odenthal, der selbst über Jahre ein aktiver Musiker war. Die Schützen erwarten am Abend zahlreiche Gäste, die es sich bei kühlen Getränken und Gegrilltem gut gehen lassen können.

Eintrittskarten für das Fest im illuminierten Stadtpark sind noch in den Vorverkaufsstellen „Kiosk Burbach“, „Tank Schäfer“ und „Haushaltswaren Bolz“ erhältlich.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 02.06.2017 I Foto: BSV

03.05.2017 I ngz I Schützen planen ihr nächstes Fest

Schon neun Meldungen für den Bau von Großfackeln in Wevelinghoven.

Präsident Günter Piel ist zufrieden: Für das Schützenfest sind alle wichtigen Vorbereitungen getroffen, teilte er jetzt in der Generalversammlung mit. Die wichtigste Frage, naturgemäß bloße Formsache, war denn auch schnell beantwortet: Mit einem schallendem "Zog-Zog" beschlossen die Wevelinghovener Brauchtumsfreunde, dass vom 19. bis 22. August wieder das Schützenfest gefeiert wird. Es liegen bereits neun Meldungen der Züge vor, die in den kommenden Monaten eine Großfackel bauen wollen, um sie beim traditionellen Fackelzug zum Festauftakt zu präsentieren. Ein musikalisches Highlight wird es am Schützenfest-Samstag geben: Die bekannte Coverband "Just is" wird Rock-, Pop- und Soul-Klassiker sowie Hits aus den aktuellen Charts spielen. Einen runden Geburtstag begehen in diesem Jahr sowohl das Tambourkorps "Frisch Voran" Wevelinghoven sowie die Sappeure, die auf eine 90-jährige Geschichte zurückblicken können. Die Spielleute haben das bereits bei einem Festkommers am 30. April gebührend gefeiert.

Der alte, in die Jahre gekommene Schießstand an der Gaststätte "Erftruhe" musste in diesem Jahr beseitigt werden. Fortan wird der Bürgerschützenverein das Regimentsschießen sowie den Königsvogelschuss auf einem mobilen Schießstand durchführen. "Alle Genehmigungen der Sachverständigen sowie der Polizei liegen vor", teilte Piel mit. Am 8. Juli ist es soweit, dann ermitteln die Schützen ihren neuen Regenten beim Königsvogelschuss. Dem Vorstand liegen bereits Meldungen vor.

Dauert es bis zum Schützenfest nicht mehr ganz vier Monate, wird es auch während dieser Zeit keine Langeweile für den BSV geben. Denn am 24. Juni laden die Schützen bereits zum Feiern ein. Dann werden sie die Wevelinghovener Stadtparkinsel illuminieren und wieder zum Stadtparkfest bitten. Eine besondere Aktivität wird bereits nachmittags ab 15 Uhr geboten: ein Canadierrennen auf der Erft. Anmeldungen nimmt Vizepräsident Marcus Odenthal entgegen. Benötigt werden sechs "Paddler", der Steuermann wird vom Bürgerschützenverein gestellt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (ngz) vom 03.05.2017 I Foto: Ati

16.04.2017 I GV Magazin I Bosse im Interview: Günter Piel zu Tradition und Zukunft

In jedem Stadtteil gibt es Menschen, die ihre Freizeit und ihre Fantasie dafür einsetzen, dass Gemeinschaft und Zusammenleben funktionieren. Diese "Ehrenamtler" kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, leisten höchst verschiedene Beiträge zum "sozialen Netzwerk". Einige von ihnen haben Ämter und Funktionen, die sie besonders in den Blickpunkt rücken. Das "Grevenbroich Magazin" will mit diesen "Bossen" gerade auch über heikle Themen sprechen. Erster Gesprächspartner war Günter Piel, seines Zeichens Präsident der Schützen aus der Gartenstadt Wevelinghoven.

Das Wevelinghovener Regiment ist als ein junges bekannt, das auch besonders viele junge Männer bei den Umzügen auf die Straße bringt. Wie gelingt es Ihnen, Ihren BSV bewusst jung zu halten? 
Der Bürger-Schützen-Verein pflegt unter anderem auch den Kontakt zum BV Wevelinghoven.
Insgesamt gründeten sich in den vergangenen Jahrzehnten fast 20 Schützenzüge, die ihren Ursprung im Fußball haben. Ehrenamtler, die für beide Vereine tätig sind, sind Vorbilder für junge Fußballer, auch in der Freizeit ihre Gesellschaft zusammen im BSV zu verbringen. Die Einbindung
der jungen Schützen in Entscheidungen und der ständige Dialog miteinander ergeben auch für diese jungen Schützen  attraktive Veranstaltungen im Schützenjahr.

Worin unterscheidet sich der Blick aufs Schützenfest und die Traditionen zwischen den altgedienten Jubilaren und den jungen Schützen?
Die älteren Schützen möchten gerne alte Traditionen erhalten. Die jüngeren Schützen möchten gerne alte Zöpfe abschneiden. Den Montagsumzug abzuschaffen, diskutieren die Schützen immer wieder. Interessant ist hierbei, dass das "Für und Wider" keiner Gruppierung eindeutig zuzuordnen
ist. Entscheidend zum Beispiel hierfür dürfte sein, dass ein Umzug spätestens dann keinen Sinn mehr macht, wenn Gäste und Zuschauer am Straßenrand weg bleiben.

Was von den Schützentraditionen sollte auf jeden Fall – sagen wir mal – in die Mitte dieses Jahrhunderts gerettet werden? Was sind "alte Zöpfe", auf die man mal verzichten könnte?
Der Fackelzug als Start und großer Auftakt sollte uns erhalten bleiben. Sicherlich wird es immer schwieriger, die Voraussetzungen des hierzu erforderlichen Fackelbaus möglich zu machen. Im traditionellen Ablauf sind der Sonntagsumzug und vor allen Dingen die Krönung sehr bedeutend.
Entscheidend für eine erfolgreiche Fortführung auch in den nächsten Jahren dürfte sein, den zentralen Punkt unseres Schützenfestes, den Kirmesplatz, in der Mitte des Ortes zu belassen und diesen nicht in die Peripherie zu verlegen.

Apropos Blick in die Zukunft: Viele Gesang-Vereine geben auf. Aber auch andere Vereine kämpfen ums Überleben (Briefmarkensammler als Beispiel). Und auch kleinere Sportvereine haben "Personal-Probleme". Werden alle Schützenvereine der Stadt das Jahr 2050 erleben?
Das ist schwer zu sagen. Die Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten, haben sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt. Den Schützen-, Heimat- oder Brauchtumsverein zu erhalten, wird sicherlich auch davon abhängen, ob wir die Attraktivität für Mitglieder und auch für Besucher erhalten können. Es gilt hier Traditionen zu bewahren, aber sich dem Neuen nicht zu verschließen.

Stichwort Sicherheit: Wie bewältigen Sie im BSV der Gartenstadt den sicherheitsrelevanten sicherheitsrelevanten Aufwand? Und wie fühlt sich diese zusätzliche Last auf den Vorstandsschultern an? Immerhin musste keiner Ihrer Vorgänger darüber nachdenken, wie man einen Festzug vor "Lkw-Terroristen" schützen kann!
In dieser Frage stehen wir in jedem Jahr im Dialog mit dem Ordnungsamt und der Polizei. Sicherlich wird dieses Thema in diesem Jahr einen anderen Stellenwert erhalten. Fest steht jedoch, dass wir nicht auf alle Möglichkeiten der Störung des Schützenfestes im Vorfeld
durch geeignete Maßnahmen vorbereitet sein können. Wir werden jedoch alle Anstrengungen unternehmen, um die Sicherheit der Schützen und vor allen Dingen auch der Gäste zu gewährleisten. Sicherheitskräfte, Ordnungsamt und auch die Polizei werden mit uns in gemeinsamer Absprache versuchen das Bestmögliche zu erreichen. Die Belastung und natürlich die Verantwortung der Mitglieder des Vorstandes werden hierbei erheblich zunehmen.

Ein beliebter Zankapfel: Frauen und Schützenfest. Was ist Ihre Meinung?
Frauen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Schützenfestes. Unser unvergessener
Präsident Hilmar Krüll bezeichnete die Frauen schmunzelnd immer als schmückendes Beiwerk. Aber seien wir doch mal ehrlich. Was wären wir Schützen ohne unsere Frauen, die sich schon weit vor dem Schützenfest um alles kümmern, was den Schützen so attraktiv in den Umzügen auf der Straße oder im Zelt auftreten lässt. Ludger Baten deutete es einmal so: Das Schützenfest ist  
das große Spiel der Frauen und der Männer. Wenn Frauen von "ihrem" Zug reden oder von
dem neugeborenen "Zugkind", sagt dies doch schon einiges aus. Es ist eine gesellschaftliche
Inszenierung, wobei die Männer die Schützen darstellen und die Frauen die feierwilligen
Zuschauer spielen. Das lass ich hier so stehen.

Noch so ein Thema: Schützen und Alkohol. Sind die Wevelinghovener Schützen auch in dieser Beziehung vorbildlich in der Stadt?
Wo Schützenfest gefeiert wird, ist sicher auch Alkohol dabei. Wir versuchen jedoch mit jährlichen
Hinweisen die Schützen zu ermahnen, Alkohol während der Umzüge möglichst zu vermeiden. Im
Zelt bei den Veranstaltungen ist genug Gelegenheit, mit den Kameraden, Freunden und
natürlich Gästen anzustoßen. Ich bin der Meinung, dass wir in Wevelinghoven jährlich
vorbildliche Umzüge sehen. Natürlich können wir einzelne Fälle des überzogenen Alkoholgenusses nicht immer verhindern. Wir bemühen uns jedoch, Ausfallerscheinungen zu vermeiden.

Wenn, sagen wir mal, Günther Jauch nach Wevelinghoven ziehen würde, wie würden Sie
ihn davon überzeugen, Ihrem BSV beizutreten?

Als Neubürger würden wir versuchen ihn mit den traditionellen Bräuchen unserer Heimatstadt in seiner neuen Heimat vertraut zu machen. Als Schütze ist er Mitglied einer großen Gemeinschaft, die fast 100 Jahre besteht und traditionell Anerkennung auch im weiten Kreis unserer Heimat genießt. Natürlich ist im ersten Jahr als Gast die Kutschfahrt im Sonntagsumzug gebucht, damit er die feierliche und ausgelassene Stimmung während des Umzuges hautnah erleben kann.


Quelle: Grevenbroich-Magazin (Kurier-Verlag) April 2017 I Foto: BSV

09.04.2017 I Erft-Kurier I Die Wevelinghovener Spielleute werden im Sommer „obdachlos“

Trotzdem soll 90-Jahre-Jubiläum mit großem Festkommers gefeiert werden.

Eigentlich hätte es für das Tambour-Corps der Gartenstadt Wevelinghoven ein tolles Jahr werden sollen. Mit einem schönen Fest am 30. April. Doch über den Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen schwebt ein Damokles-Schwert: Bis Ende Juni müssen die Spielleute ihr Vereinsheim geräumt haben. Das wird dann nämlich abgerissen. Doch wo einen neuen Proberaum finden?

Das Vereinsheim direkt an der Erft ist ein Bau mit Tradition. „Das steht seit mindesten 1900“, weiß Walter Danke, seines Zeichens die amtierende „Majestät“ des örtlichen Bürger-Schützen-Vereins. Anfangs wohnt dort der Vikar, dann war es kirchliches Jugendheim. Später war die örtliche Pfarrbücherei untergebracht. Seit Oktober 1983 war dort schließlich das Tambour-Corps „Frisch voran“ Wevelinghoven zuhause.

Die Kirche als Eigentümerin will es nun genauso abreißen lassen wie den Nebenbau. In dem Bereich sind eine Erweiterung des Seniorenwohnheimes, ein Pfarrzentrum und eine Tiefgarage geplant. BSV-Chef Günter Piel: „Ich habe die Pläne gesehen; das sieht alles sehr schön aus.“

Eben nur nicht für die Spielmänner, die nun nach vielen Jahrzehnten, in denen sie das Haus erweitert und immer wieder saniert haben, ihr Domizil verlassen müssen. Mit noch nicht absehbaren Folgen für das Corps.

Zum einen geht es um die Proberäume. „Wenn wir gute Musik auf die Straße bringen wollen, müssen wir proben“, bringt es Vorsitzender Rainer Effertz auf den Punkt. Im Vereinshaus gab es hierfür eine großen Saal, aber auch kleinere Nebenräume, so dass man sich aufteilen konnte: „Die Flötisten konnten in der ersten Etage üben, die Lyras im Vorraum und die Trommler im Saal“, erläutert Effertz. Und auch der Nachwuchs konnte geschult werden. „Sonst müssten die Jungs zuhause üben.“

Zum anderen fanden natürlich Vereins-Termine des TC – von den Versammlungen bis zur Krönung des Zugkönigs – dort statt. Aber auch Kommunion-, Geburtstags- und andere Feiern, sogar der Beerdigungskaffee konnten dort von den Mitgliedern auch abgehalten werden.

Schließlich mahnt Vize-Vorsitzender Christoph Mattheisen: „Die Jugendarbeit ist in Gefahr.“ Denn auch für den Nachwuchs war das weiße Haus an der Erft bei allen Veranstaltungen Anlaufpunkt.

„Seit einem Jahr sind wir nun schon auf der Suche nach einem Ersatzquartier“, so Effertz. Ohne Erfolg. Und Mattheisen ergänzt: „Wir haben sämtliche lokale Stellen angesprochen, mit benachbarten Vereinen Kontakt aufgenommen, bei Kneipen nachgefragt.“ Aber: „Für die meisten sind unsere Märsche an Schützenfest schöne Musik, den Rest des Jahres aber Lärm.“

Übrigens: Die Nachbarn des derzeitigen Vereinsheimes haben – so die Spielleute – auch die Probenabende genossen. „Die haben zum Teil extra die Fenster aufgemacht“, so der Vize-Vorsitzende.

Jetzt hoffen die Spielleute auf mehr Resonanz durch einen Aufruf im Erft-Kurier: Gesucht werden rund 100 Quadratmeter (gerne auch auf mehrere Räume aufgeteilt) zu bezahlbaren Kosten. Wer was anzubieten oder Ideen hat, kann sich gerne an den Erft-Kurier ( (redaktion@erft-kurier.de) wenden.

Am 30. April soll aber auf jeden Fall gefeiert werden. Im Festzelt auf dem Wevelinghovener Marktplatz soll um 15 Uhr ein Festkommers beginnen, zu dem neun Tambour-Corps, die Kapellener „Fanfaren“ und die Bundes-Musik-Kapelle aus Mönchengladbach sowie Abordnungen der Vereine erwartet werden, bei denen die Gartenstädter aufspielen.

Der Eintritt ist frei. Und bis 18 Uhr kann gefeiert werden. Dann schließt sich der „Tanz in den Mai“ an, der vom örtlichen Jäger-Corps ausgerichtet werden wird. Schirmherrin ist übrigens Schützenkönigin Britta Müller-Bludau. Als Ehrengast wird Vize-Bürgermeister Edmund Feuster aus Kapellen erwartet.

Quelle: Erft-Kurier (Gerhard Müller) vom 09.04.2017

Presseberichte 2016

25.08.2016 I ngz I Walter Danke regiert jetzt die Wevelinghovener Schützen

So richtig ins Herz geschlossen hatten die Wevelinghovener Bürgerschützen ihr Königspaar Georg und Petra Staniek. Das nahm bei der Krönung am Dienstagabend gerührt Abschied von seiner Regierungszeit. Genauso herzlich begrüßten die Gäste im Zelt anschließend Walter Danke vom Tambourkorps "Frisch voran Wevelinghoven", der mit seiner Nichte Britta Müller-Bludau die Königskette und das Diadem entgegennahm. Petra Staniek war in einem bodenlangen dunkelblauen Kleid an der Seite ihres Mannes Georg auf die Bühne gezogen. Applaus erhielten sie von allen Gästen, besonders jedoch von den Frauen und Männern ihres Zuges "Mer mache möt", die das tolle Fest ganz sicherlich nicht vergessen werden.

Mit dem Festablauf sind die Schützen zufrieden: "Sonntag waren 1428 Aktive auf der Straße; darunter Musikzüge und ein Gastzug des Königs", sagt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. Ganz genau wusste es Präsident Günter Piel, der feststellte, dass der BSV "aktuell 915 Mitglieder zählt". Ein Ständchen spielten das Tambourkorps "Frisch Auf Kapellen" und der "Musikzug Mönchengladbach". Vizepräsident Marcus Odenthal dankte den Schützen für das gelungene Fest. Voll des Lobes war auch Präsident Günter Piel: "Bei Georg Staniek und seiner Petra wurde die positive Anspannung zur puren Freude. Das konnte ich bei den Fahrten mit der Kutsche verfolgen". Nach der Vorstellung des neuen Königs galt ein letzter tosender Applaus dem scheidenden Paar. Georg Staniek legte die Kette in die Hände des Schatzmeisters Sascha Faßbender und trat in die zweite Reihe. Oberst Peter Schrörs schlug Walter Danke (55) zum Ritter, bevor Faßbender ihm die schwere Königskette umlegte. Die Königin im eleganten lilafarbenen Kleid wurde mit einem Diadem ausgestattet.

Mit Zepter in der Hand trank der König, der wie sein Vorgänger bei Inter-snack arbeitet, auf die Königin, auf Wevelinghoven und den BSV. Seine Nichte Britta (46), eine gebürtige Wevelinghovenerin, die mit ihrem Mann und zwei Kindern in Düsseldorf lebt, zog nach und prostete dem König, der Gartenstadt und dem Bürgerschützenverein zu.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (uwr) vom 25.08.2016 / Foto: BSV

22.08.2016 I ngz I US-Hardrocker fliegt zum Schützenfest ein

Die Wevelinghovener ließen sich vom Wetter ihr Schützenfest nicht verderben. Das Königspaar schwebte ohnehin auf einer Wolke.

Seinen ersten Kultur-Schock in Sachen heimischer Schützenfeste hat der heute 25-jährige Amerikaner Keegan Chapman schon vor sechs Jahren bei seinem ersten Besuch in Grevenbroich erlebt und gut verkraftet. Sonst wäre der junge Mann aus Seattle jetzt nicht eigens zum großen Schützenfest nach Wevelinghoven gekommen, wo er nicht nur an allen Tagen mitfeiert, sondern auch mit 1400 Schützen und Musikern keine Parade auslässt.

Eigentlich ist Keegan Chapman eher ein Hardrocker. Er spielt Gitarre und Saxophon, hat daheim ein eigenes Tonstudio, wo er vorwiegend Rockmusik aufnimmt. Doch die Marschmusik in Wevelinghoven findet er auch "ganz okay". Vor sieben Jahren war einer aus den aktiven Nachwuchsreihen des Bürgerschützenvereins Wevelinghoven im Rahmen einer Schulpartnerschaft bei den Chapmans in Seattle zu Gast. Zum Gegenbesuch kam es zunächst zwar nicht. Dafür entstand eine Art von Schützen-Austausch. So wird Keegan Chapman jetzt von Wevelinghovener Schützenkamerden beherbergt. Deutsches Bier - "Altbier aber nicht so gerne" - mag der junge Amerikaner, der übrigens nicht nur englische, schottische und finnische Vorfahren, sondern wohl auch deutsche gehabt hat. Erst kürzlich habe ein Vetter seiner Mutter herausgefunden, dass vor drei Generationen auch deutsche Vorfahren mütterlicherseits ausgewandert seien. "Das merkt man auch an Keegans Schützen-Gen", sagt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen lächelnd. Übrigens haben die Schützenkameraden in Wevelinghoven für ihren amerikanischen Gast auch an kleinste Details gedacht: Damit er nicht in einer neuen Uniform mitlaufen muss, deren grüne Farbe von den Uniformen seines Gastgeber-Schützenzuges notgedrungen abstechen würde, musste Amtshilfe aus Grevenbroich her. Dort wurde eine getragene Uniform ausgeliehen, die farblich passt.

Trotz des eher herbstlichen Wetters schwebte gestern das Wevelinghovener Schützenkönigspaar "wie auf einer Wolke": So beschrieb es Georg Staniek, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra jetzt einen langgehegten Traum erfüllt. "Es ist ein unfassbares Gefühl. Wir fühlen uns wie auf Händen getragen", schwärmt der Schützenkönig über die Gemeinschaft in Wevelinghoven.

Königin Petra hatte sich für die Nachmittagsparade ein besonderes Überraschungskleid von ihren insgesamt sechs eigens für das Fest angeschafften Roben zurückbehalten. Nicht mal "ihr" König durfte das Kleid vorher zu Gesicht bekommen. Doch König Georg I. verriet: "Eines der Kleider habe ich selbst ausgesucht für meine Frau. Es ist in Rot, obwohl meine Farbe als Borussen-Fan ja eigentlich Grün ist."

Über seinen Schatten sprang König Georg I. aber auch zu Ehren des Edelknaben Lucas Klerx. Für die Krönung des Neunjährigen hatte Georg Staniek eigens in einem für ihn "feindlichen" Fan-Shop, ausgerechnet beim 1. FC Köln, einen roten Schal besorgt. Der Edelknabe freute sich, und König Georg hatte ein gutes Werk getan. Seiner Borussia will Staniek aber ebenso treu bleiben, wie dem BSV Wevelinghoven.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Gundhild Tillmanns) vom 22.08.2016 / Foto: Lber

22.08.2016 I ngz I Pokémons beim Fackelzug der Wevelinghovener Schützen

Es ist immer schwierig, Schützen für den zeitaufwendigen Fackelbau zu begeistern. Umso glücklicher zeigte sich der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins (BSV) Wevelinghoven, als am Samstagabend zum Start des Festes gleich elf Großfackeln von den Schützen durch die Gartenstadt geschoben wurden. Die Wevelinghovener zeigten sich wieder kreativ – und behandelten mit den beleuchteten Mottowagen aktuelle Themen wie das beliebte Smartphone-Spiel "Pokémon Go" oder das 90-jährige Bestehen der Hubertus-Schützen im Ort.

Viele Hundert Anwohner verfolgten das abendliche Spektakel bei trockenem Wetter und applaudierten insbesondere für die Fackeln, in die die Schützen in den vergangenen Monaten besonders viel Arbeit investiert haben. "Manche Züge fangen bereits im Frühjahr an, ihre Fackeln zu bauen", erzählt BSV-Sprecher Nikolai Dohlen. \n\n Mit dem Fackelzug, an dem sich fast das ganze Regiment – das sind 900 Schützen – plus Familienmitglieder und die Spielleute für acht Musikblocks beteiligten, starteten die Wevelinghovener Schützen am Samstag offiziell in ihr Fest. Hervorgestochen ist bei dem eineinhalbstündigen Umzug vor allem die mit viel Liebe zum Detail gebaute Fackel der St.-Hubertus-Schützen, die 2016 ihr 90-Jähriges feiern. Sie schoben ein Mini-Festzelt durch den Ort, in dem gefeiert wird – mit DJ, Nebelmaschine, bunter Beleuchtung und vielen Gästen auf Miniatur-Sitzbänken.

Zwei Fackeln widmeten die Schützen mit XXL-Figuren dem "Pokémon"-Hype; auf einer anderen ging Schützen-Oberst Peter Schrörs "ab wie eine Rakete". "Der Fackelzug ist deshalb ein besonderer Umzug, weil wir praktisch in die Nacht hineinziehen", erklärt Nikolai Dohlen. Er weiß, dass es immer schwieriger wird, Schützen für den Fackelbau zu begeistern. Der Verein unterstütze diejenigen, die sich ans Basteln begeben wollen, deshalb vor allem mit Materialien wie Papier und Drähten, mit denen die Fackeln geformt werden. Außerdem werden die Fackeln von den Fackelbaumeistern befreundeter Vereine bewertet und prämiert – mit Geld vom BSV und den einzelnen Korps.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (cka) vom 22.08.2016 / Foto Georg Salzburg

20.08.2016 I ngz I Wevelinghovener Kirmes bietet 27 Attraktionen

Der Platz wird heute um 14 Uhr offiziell eröffnet. Das rasanteste Fahrgeschäft ist diesmal der "Hexentanz".

Der Bürgerschützeverein Wevelinghoven (BSV) bittet zum "Hexentanz". So heißt die größte Attraktion auf der Kirmes in diesem Jahr. "Die Fahrt ist sanft, aber rasant", kündigt Vanessa Markmann vom Schausteller-Unternehmen "Markmann & Söhne" aus Bonn an und nimmt das auf 25 mal 23 Meter Fläche aufgebaute, mit vielen Lämpchen dekorierte Gerät probeweise in Betrieb.

Das Karussell beginnt sich zu drehen, zwölf gewaltige Arme fahren in die Höhe, an den Enden rotieren jeweils zwei Gondeln wie bei einer Fahrrad-Pedale umeinander. Nervenkitzel und Fahrspaß verspricht der "Hexentanz" ab heute, wenn die Kirmes auf dem Marktplatz offiziell eröffnet wird.

Schützenpräsident Günter Piel freut sich über die Besonderheit bei der Wevelinghovener Kirmes. Das Familienunternehmen Markmann - mittlerweile ist bereits die sechste Generation im Betrieb aktiv - war schon mehrere Male mit Attraktionen in die Gartenstadt gekommen. "Die Menschen sind freundlich und auf dem Kirmesplatz ist es sehr sauber. Wir kommen gern hierhin. Es lohnt sich, persönlich wie auch wirtschaftlich", lobt Vanessa Markmann.

Der "Hexentanz" ist aber nur eines von mehreren Fahrgeschäften, die jetzt auf dem Marktplatz aufgebaut wurden. Für die Bestückung sorgt die Stadt. Alexander Klömpges begleitet den Aufbau für den Bürgerschützenverein. "Insgesamt sind in diesem Jahr 27 Fahrgeschäfte und Stände dabei, es gab mehr Interessenten, als Platz vorhanden ist", weiß Klömpges.

Ein Hauch von Nostalgie kommt beim "Musik-Express" - einer Art Raupe - auf. Auch ein anderer Klassiker, ein Autoscooter, fehlt bei der Kirmes nicht. Präzision nicht am Lenkrad, sondern mit Kimme und Korn sind an der großen Schießbude etwas weiter gefragt, und natürlich haben auch Hunger und Durst auf der Kirmes keine Chance. Etliches wird auch für junge Besucher geboten, auch wenn es natürlich bei weitem nicht so rasant zugehen wird wie beim "Hexentanz". Die Kinder können sich unter anderem auf einen Mini-Scooter, "Mini-Jets", ein Kinderkarussell und auf "Zauber der Fantasy" freuen, bei dem die Kleinen in Fahrzeugen auf zwei Etagen kurven.

Gestern wurde noch letzte Hand an die Fahrgeschäfte angesetzt, damit der Kirmestrubel heute rechtzeitig beginnen kann. Pünktlich um 12 Uhr wird das Schützenfest traditionell von der Artillerie an der Gebrüder-Grimm-Grundschule eingeböllert. Um 14 Uhr wird dann die Kirmes offiziell eröffnet, bevor die Edelknaben - die Jüngsten im BSV-Regiment - eine Stunde später die Fahrgeschäfte testen werden. Für Anfang der Woche hat der Bürgerschützenverein darüber hinaus wieder die Bewohner des Lebenshilfe-Wohnhauses "Burg" auf den Kirmesplatz eingeladen.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (Carsten Sommerfeld) vom 20.08.2016 / Foto L.Berns

19.08.2016 I ngz I Gartenstadt-Schützen feiern mit Georg und Petra Staniek

Erster Höhepunkt ist der Fackelzug am Samstagabend.

Seit mehr als 50 Jahren ist er Mitglied des Regiments, er war acht Mal Zugkönig - und jetzt steht er im Mittelpunkt des Schützenfestes: Georg Staniek und seine Frau Petra regieren als Königspaar in Wevelinghoven - für beide geht damit ein Traum in Erfüllung. 2015 brauchte Staniek gerade mal sechs Schuss, um den Vogel von der Stange zu holen. Für ihn ist das Königsspiel die Krönung seines Schützenlebens.

Seine Laufbahn begann der Regent beim Bürgerschützenverein Allrath. Durch den Fußball bestanden Kontakte nach Wevelinghoven, wo Georg Staniek dem Jägerzug "Mer mache möt" beitrat und dem er bis heute treu geblieben ist. Das Königspaar lernte sich beim gemeinsamen Arbeitgeber Intersnack kennen, geheiratet wurde 1984. Der gelernte Starkstromelektriker arbeitet als Betriebsratsvorsitzender, die Königin ist als Personalsachbearbeiterin tätig. Beide teilen nicht nur die Leidenschaft für das Schützenwesen, sondern auch die für die Borussia Mönchengladbach. Bei jedem Heimspiel drücken die Stanieks in der Nordkurve der Fohlen-Elf die Daumen.

Komplettiert werden die "Royals" in diesem Jahr von Kevin Raudies (23) vom Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte", der König der jungen Schützen ist. Bei den Edelknaben regiert der neun Jahre alte Lucas Klerx.

Erster Höhepunkt des Festes ist der Fackelzug am Samstagabend, zu dem das Regiment um 20.15 Uhr antritt. Elf Großfackeln werden diesmal durch die Gartenstadt gezogen. Der große Umzug mit Königsparade beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr vor dem ehemaligen Rathaus an der Poststraße. Am Montag laden die Schützen dann ab 11.30 Uhr zu ihrem Frühschoppen ein. Zum Abschluss des Festes wird am Dienstag, 20 Uhr, das neue Königspaar Walter Danke und Britta Müller-Bludau gekrönt.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 19.08.2016 / Foto S. Fassbender

09.08.2016 I ngz I Borussen-Hausband spielt bei Wevelinghovener Schützen

Erster Höhepunkt ist der Fackelzug am Samstagabend.

Die Wevelinghovener Schützen haben die Vorbereitungen für ihr 92. Heimatfest abgeschlossen. "Das Programm wird zahlreiche Höhepunkte bieten", verspricht Präsident Günther Piel. Ein musikalisches Highlight wird am Samstag nach dem Fackelzug geboten. Mit der der Verpflichtung der Coverband "just:is" haben sich die Schützen aus der Gartenstadt eine der besten Gruppen in NRW an Land gezogen.\n\n "just:is" ist nicht nur die Haus- und Hofband von Borussia Mönchengladbach und zieht dort jedes Jahr bei der Saisoneröffnung mehr als 50.000 Menschen in ihren Bann.

Die Coverband um das stimmgewaltige Front-Duo Sandra Kozlik und Reiner Jennißen ist auch ein Garant für Partystimmung bei großen Festen und Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. "Wir sind froh, diese bekannte Band präsentieren zu können", sagt Nikolai Dohlen, Sprecher des Bürgerschützenvereins: "Den Termin sollten sich Musikfans schon einmal notieren."

Die Wevelinghovener feiern ihr Schützenfest vom 20. bis 23. August. Der inoffizielle Aufakt des Festreigens erfolgt bereits am kommenden Samstag, 13. August, mit dem Ehrenabend für das Königspaar Georg und Petra Staniek sowie den Regimentsoberst Peter Schrörs. Die Veranstaltung beginnt um 16.30 Uhr mit einem Platzkonzert vor dem Seniorenstift St. Martinus am Klosterweg. Ab 17.15 Uhr marschiert das Regiment zum Festzelt auf dem Marktplatz. Nach der Jubilar-, Königs- und Oberstehrung sowie der alljährlichen Ordensverleihung wird zur Musik der Band "Klangstadt" gefeiert. Interessierte sind willkommen. Der Eintritt ins Festzelt ist frei.

Quelle: Neuß Grevenbroicher Zeitung (ngz) vom 09.08.2016 / Foto (http://www.just-is.de)