Der Verein hat den Zweck,
den Heimat- und Gemeinschaftssinn aller Bürger
der ehemaligen Stadt Wevelinghoven zu fördern,
zu festigen und in Wahrung alter Überlieferungen jährlich
ein echt volkstümliches Schützen- und Heimatfest zu feiern.

( § 2 der Satzung des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V. )

Newsletter 03/2021 

Sehr geehrte Schützenkameraden,

liebe Schützenfamilie, liebe Bürger der Gartenstadt,

nun steht es fest und wir haben es bereits vor mehreren Tagen veröffentlicht; unser geliebtes Schützen- und Heimatfest wurde definitiv abgesagt.

Natürlich war auf Grund der Lage damit zu rechnen, aber weh tut es jeder Bürgerin und jedem Bürger sowie vor allem den Schützen doch.

Aber bitte glaubt uns, auch hiervon werden wir uns nicht unterkriegen lassen. Kurz nach der offiziellen Absage des Schützenfestes, hat sich der geschäftsführende Vorstand „Corona konform“ zu seiner ersten Präsenzveranstaltung getroffen und die Köpfe zusammengesteckt. Die Rufe der Schützen sind unüberhörbar und auch wir lechzen nach Gemeinsamkeit und Aktivitäten.

Gerne möchten wir Euch über unsere Pläne, immer auch im Hinblick was bis dorthin möglich ist, vorab informieren:

So planen wir am eigentlichen Schützenfestsamstag einen Auftakt, bei dem wir alle Schützen sowie deren Familienmitglieder bitten und auffordern den mit „Abstand“ größten/längsten Schützenfestfrühstückstisch auf der Oststraße zur gewohnten Zeit des „Einschießens“ aufzubauen. Jeder Zug sollte bewaffnet mit einer oder mehreren Zelttischgarnituren einen geschmückten Frühstückstisch aufbauen und dort den Start des „Schützenfestes“ zelebrieren! Unser charmantes Königspaar wird die drei besten Tische prämieren.

Des Weiteren planen wir Aktionen auf dem Marktplatz, beim Seniorenstift St. Martinus, in der Gartenstadt selbst sowie auf der Erft. Hierzu wird es einen digitalen Regimentsbefehl geben.

Schon jetzt würden wir uns freuen, wenn sich alle Schützen sowie die Bürgerinnen und Bürger unserer geliebten Heimatstadt angesprochen fühlen und zahlreich, aber auch immer mit Blick auf die Corona-Regeln, teilnehmen.

Was gibt es sonst noch Neues, seit dem letzten Newsletter?

In der Zwischenzeit hat sich der Vorstand mit diversen Aufgaben in Wevelinghoven befasst und weiterhin versucht unsere Gartenstadt repräsentativ zu gestalten. So haben wir mit Reparaturarbeiten an den Stelen im Stadtpark sowie vor dem Kniefall am Parkplatz vor der Kirche begonnen.

Des Weiteren wurde die Motte neu gestrichen und rundherum vom Unkraut befreit.

Ein anderer Trupp hat sich mit Verschönerungsarbeiten an unserem Ehrendenkmal befasst.

Auch die Arbeiten am Schießstand machen Fortschritte, so dass der neue Königsanwärter im nächsten Jahr hier hervorragende Bedingungen vorfindet. Gerne nehmen wir hier auch Eure Ideen und Anregungen auf, sofern Euch noch weitere Aktionen einfallen sollten. Auch hier würden wir uns über tatkräftige Unterstützung sehr freuen.

In diesem Zusammenhang sind wir weiterhin offen für Schützen aus unseren Reihen, welche gerne an der Gestaltung unseres Jubiläumsjahres mitarbeiten wollen. Meldet Euch einfach bei Marcus Odenthal.

Bitte erlaubt uns noch einen kurzen Hinweis auf ein Datum zu geben, an welchem wir die 1. Generalversammlung mit Neuwahlen planen, den 10.09.2021. Nähere Angaben hierzu folgen zeitnah.

Lasst uns zum Schluss noch Danke sagen, an alle Züge, welche auch dieses Jahr Ihren Beitrag bezahlt haben und somit Ihre Solidarität zum Verein ausdrücken. Vielen herzlichen Dank. Wir werden alles dafür tun, um Euch auch weiterhin nicht zu enttäuschen.

Wir sehen weiterhin positiv in die Zukunft und freuen uns sehr auf ein baldiges „persönliches“ Wiedersehen in Form einer Präsenzveranstaltung.

Bis dahin wünschen wir allen Schützen und Bürgern unserer geliebten Heimatstadt alles Gute und bitte bleiben Sie gesund.

Mit herzlichen Schützengrüßen

Der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins 1924 Wevelinghoven e.V.

 

Säuberungsaktion an der Motte

Am Samstag, dem 29.5.2021, hat der Gesamtvorstand des Bürger-Schützen-Verein 1924 Wevelinghoven e.V. die historische Motte in Wevelinghoven auf Vordermann gebracht. Das alte Fachwerkhaus wurde gestrichen und erstrahlt in neuem Glanz - eine zweite Aktion am Dach des Gebäudes ist aber noch notwendig.

Der Grünbewuchs wurde sehr schonend und nur in einigen Teilen zurückgeschnitten, um den Bienen der drei Bienenstöcke vor Ort genug Nahrung zu lassen...

Fachwerkpavillon und Grabenvierung stammen aus neuerer Zeit und waren Teil einer klassizistischen Gartenanlage. Der acht Meter hohe Mottenhügel ist mutmaßlich das Relikt einer alten Wehranlage. Diese als „Motten“ bezeichneten Anlagen entstanden im 11. Jahrhundert.

1096 kam es bei Wevelinghoven im Zuge des ersten Volks- und Bauernkreuzzuges zu Pogromen an durch den Kölner Erzbischof hier versteckte Juden. Am 925. Jahrestag, am 24. Juni 2021, will ein Netzwerk Wevelinghovener Vereine an der Motte im Rahmen von Gedenken 1096-2021 an dieses Pogrom erinnern...

Ein herzlicher Dank für die Erstellung von Fotos gilt Ulrich Herlitz vom Geschichtsverein Grevenbroich

 

Neuß-Grevenbroicher-Zeitung I Historiker erinnern an Pogrom vor 925 Jahren

1096 kam es an der Erft in Wevelinghoven zu einem Massenselbstmord jüdischer Menschen. 925 Jahre später wird an diese schrecklichen Ereignisse erinnert – an dem vermutlichen Schauplatz einer Tat, die aus Verzweiflung geschah.

INFO I Gedenkfeier mit Vereinsbeteiligung

Sie findet am Donnerstag, 24. Juni, an der Motte in Wevelinghoven statt. Der Geschichtsverein und der Kreisheimatbund arbeiten dabei unter anderem mit dem Bürgerschützenverein Wevelinghoven und dem Verein „Historisches Wevelinghoven“ zusammen.

 

„925 Jahre Erinnerung“ ist der Titel einer Gedenkveranstaltung, die der Kreisheimatbund und der Geschichtsverein zurzeit gemeinsam planen. Am 24. Juni soll der jüdischen Menschen gedacht werden, die am Johannistag 1096 in den Benden von Wevelinghoven aus Verzweiflung den Freitod wählten. Sie waren auf der Flucht vor ihren Häschern.

Im Vorfeld des ersten Kreuzzuges hatte sich eine Armee von Bauern und niedrigen Adeligen zusammengefunden und sich auf eigene Rechnung auf den Weg nach Jerusalem aufgemacht. Bis zu 20.000 Menschen zogen durch das Land, dabei kam es – aufgestachelt durch Hasspredigten – zu Pogromen gegen die jüdischen Gemeinden von Speyer, Worms, Trier und Köln. „Vor allem im Rheinland kamen sie auf die Idee, die Juden als vermeintliche Feinde der Christen heimzusuchen“, schildert Ulrich Herlitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins. „Mehre tausend jüdische Menschen wurden so Opfer der Pogrome.“

Erzbischof Hermann III. von Hochstaden verteilte die Kölner Juden auf sieben der in seinen Territorien vorhandenen Burgen und Städten, die unter anderem auch in Neuss und Wevelinghoven verortet werden. Doch der Schutz sollte vergeblich sein. Am 24. Juni 1096, dem Johannisfest, fielen die Horden in Wevelinghoven ein. Taufe oder Tod – vor diese Alternative gestellt, entschieden sich fast alle Juden, die vor ihren Verfolgern geflüchtet waren, für den Freitod.

Erzbischof Hermann III. von Hochstaden verteilte die Kölner Juden auf sieben der in seinen Territorien vorhandenen Burgen und Städten, die unter anderem auch in Neuss und Wevelinghoven verortet werden. Doch der Schutz sollte vergeblich sein. Am 24. Juni 1096, dem Johannisfest, fielen die Horden in Wevelinghoven ein. Taufe oder Tod – vor diese Alternative gestellt, entschieden sich fast alle Juden, die vor ihren Verfolgern geflüchtet waren, für den Freitod.

"Drei zeitgenössische hebräische Berichte sind über die Pogrome des Jahres 1096 erhalten, zwei davon erzählen auch detailliert über die Ereignisse in der heutigen Gartenstadt“, sagt Ulrich Herlitz. Die Schilderung des Elieser bar Nathan spricht dabei ausdrücklich von der „Ortschaft Wevelinghoven“ und ist damit die erste quellenkundliche Erwähnung des Dorfs. In der Chronik des Salomon bar Simson wird deutlich, was der Märtyrertod der nach Wevelinghoven geflohenen Juden bedeutete, die sich vor die Alternatve „Tod oder Taufe“ gestellt sahen. „In einer sehr detaillierten, erschütternden und zugleich sehr berührenden Weise berichten die beiden Chronisten von den Ereignissen“, sagt Ulrich Herlitz.

Der geflüchtete Mar Elasar HaLevi und seine Ehefrau litten tagelang in den Sümpfen. „Die Feinde peinigten sie mit großen Qualen und fügten ihnen viele Wunden zu, kamen stündlich, denn die Wasserseen, von wo sie herausgegangen, lagen in der Nähe des Ortes, sie pflegten sie hart zu schlagen“, heißt es in einer Chronik. Beide Eheleute verweigerten sich der Zwangstaufe, Elasars Frau starb als erste an Hunger und Durst, ihr Mann überlebte sie noch um drei Tage.

Viele der nach Wevelinghoven geflüchteten Juden richteten sich selbst oder gegenseitig. „Und als die Feinde vor die Ortschaft kamen, stürzten sie sich in die „rings um den Ort“ fließende Erft, „ertränkten sich im Fluss“ und starben. „Bräutigame und schöne Bräute, alte Männer und Frauen, Jünglinge und Mädchen streckten den Hals aus und schlachteten einander, sie gaben ihre Seele dahin zur Heiligung des Namens in den Wasserseen rings um die Ortschaft“, heißt es weiter.

„Zur religiösen Rechtfertigung des im jüdischen Glauben an sich verbotenen Suizids nahmen die Chronisten dabei Bezug auf die Opferung Isaaks, verglichen mit der rituellen Schlachtung“, sagt Herlitz. Laut den Chronisten habe es kaum Überlebende gegeben. Der Pogrom fand nicht nur in Wevelinghoven, sondern mit einer Ausnahme in allen sieben Ortschaften statt, wohin der Kölner Erzbischof die Juden verbracht hatte.

Die rheinischen Pogrome sind in das kollektive jüdische Bewusstsein eingezogen. „,Gezerot Tatnu’, die Verfolgungen des Jahres 4856 des jüdischen Kalenders, ist bis in unsere Tage im synagogalen Ritus vertreten – vor allem durch das Gebet ,Aw HaRachamim’, das unmittelbar nach den Pogromen entstand“, berichtet der Vorsitzende des Geschichtsvereins.

Im Jahr 1996 gab es in Wevelinghoven eine vom Bürgerschützenverein organisierte historische Woche, in der das Pogrom thematisiert wurde. Unter anderem wurde an der Motte – am mutmaßlichen historischen Ort an der Erft – eine Gedenkstele aus Stahl errichtet. Im Rahmen einer interreligiösen Feier mit Geistlichen der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinde Mönchengladbach wurde zudem ein Gedenkstein errichtet und eine Zeder gepflanzt.

Am 24. Juni, 925 Jahre nach den Ereignissen, wollen Geschichtsverein und Kreisheimatbund gemeinsam mit anderen örtlichen Vereinen an die jüdischen Menschen erinnern. „An diesem Tag sollen vor allem die Originalquellen sprechen und die Berichte zu Wevelinghoven vorgelesen werden“, sagt Ulrich Herlitz. In Gedenken an die Opfer soll zudem das Gebet „HaRachamin“ gesungen werden – bewusst am vermutlichen Schauplatz und vor der Kulisse des wohl aus jener Zeit stammenden Mottenhügels, der illuminiert werden soll. Wegen der Pandemie wird diese Feier voraussichtlich online durchgeführt.

Quelle: Neuß-Grevenbroicher-Zeitung (Wiljo Piel) vom 07.05.2021 I FOTO: Oliver Benke

* Unser amtierendes Schützenkönigspaar - Stefan und Ursel Fücker

Mit dem 164. Schuss sicherte sich Scheibenschützenmajor Stefan Fücker unter dem großem Jubel der zahlreichen anwesenden Schützen und Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs. Die Krönung am Dienstag des vergangenen Schützenfestes setzen den Schlussstrich unter sein Vorhaben "Königstitel". Der glücklichste Menschen an der Seite von Stefan war natürlich seine Königin Ursel. Aber auch die beiden Kinder Julia und Sven sowie sein Scheibenschützenzug "He Simmer" und das gesamte Scheibenschützencorps - welches in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert, freuten sich mit dem Königspaar auf ein unvergessliches Königsjahr. Doch dann kam alles anders und nun werden 2 Jahre daraus. Wer Stefan Fücker kennt weiß genau - er nimmt es natürlich mit Humor: „Ich habe Jahre gebraucht, um Ursel zu überzeugen, mit mir das Königsamt anzutreten. Ausgerechnet sie muss das Ganze jetzt zwei Jahre mitmachen“.

Der König, der als selbstständiger Unternehmer Busreisen anbietet und eine Fahrschule für alle Kraftfahrzeugklassen betreibt, hat seine Frau Ursel bei einer Busreise in Italien kennen und lieben gelernt - Stefan war natürlich der Busfahrer. Anfang Juli vor 29 Jahren wurde geheiratet.

Während Stefan seinen reichlichen beruflichen und freizeitlichen Verpflichtungen nachgeht, regelt Ursel, die auch im heimischen Unternehmen arbeitet, die kleinen und großen Geschäfte des täglichen Lebens und sorgt dafür, dass das „Familienunternehmen“ bestens floriert. Als gelernte Krankenschwester gibt Ursel erste Hilfe Kurse in Schulen und unterstützt in Ihrer freien Zeit die Aktivitäten der Wevelinghovener Edelknaben - auch wenn Sohn Sven längst dem Edelknabenalter entwachsen ist.

Mit den Edelknaben wird nach den Sommerferien ein gemeinsamer Ausflug geplant - zu dem das Königspaar eingeladen hat. Auch die "kleinen Schützen" müssen ja in diesem Jahr auf Ihre Aktivitäten sowie die Ermittlung Ihres Königs verzichten. "Natürlich sind wir traurig, dass unser Schützenfest in diesem Jahr ausfällt" - so Schützenkönigin Ursel. König Stefan kommentiert weiter: "Um so mehr freuen wir uns aber auf das nächste Jahr und dann wird noch doller gefeiert." 

Man merkt - sie können es kaum erwarten, dass am 21. August 2021 um 12.00 Uhr der Donner der Kanone "General-Blücher" verkündet - "Wir dürfen wieder unser heiß geliebtes Schützen- und Heimatfest in der Gartenstadt Wevelinghoven feiern." 

Neuigkeiten

 

rund um den Bürger-Schützen-Verein sowie die Gartenstadt Wevelinghoven finden sie stets aktuell unter folgendem Link

Neuigkeiten

Termine 2021

 

Der aktuelle Schützenkalender für das Jahr 2021 wurde durch den Bürger-Schützen-Verein herausgegeben.

Die aktuelle Liste mit Terminen für das Jahr 2021 können sie aber auch über die Menüleiste aufrufen. Einen direkten Link finden sie aber auch hier:


Termine

Archiv

 

Wer besitzt alte Bilder aus Wevelinghoven und möchte diese dem BSV kurzfristig zum scannen oder fotografieren zur Verfügung stellen? Das Archiv ist auch an alten nicht mehr verwendeten Orden und Ehrenabzeichen interessiert. Oder haben sie etwas anderes Interessantes aus der Geschichte des BSV oder der Gartenstadt Wevelinghoven?  

Gerade im Hinblick auf das 100-jährige Bestehen des Bürger-Schützen-Vereins im Jahre 2024 ist es interessant solche Kleinode zu sichten und zu dokumentieren.  

Wenden sie sich bitte an Werner Köpp vom Archiv-Team der Bürgerschützen unter

archiv@bsv-wevelinghoven.info