Die Tage bis zum Schützen- und Heimatfest 2017 sind gezählt ...

... Vorfreude ist die schönste Freude. Das gilt auch und in besonderer Weise für das Schützen- und Heimatfest der Gartenstadt Wevelinghoven. Jahr für Jahr freuen sich die gut 900 Schützen sowie die zahlreichen Besucher auf das vorletzte Wochenende im August, wenn ein Highlight dem nächsten folgt: Angefangen beim Donner der Kanone "General Blücher" am Samstagmittag, über den Fackelzug am Abend und die Festzüge am Sonntag mit Paraden bis zur feierlichen Krönung am Festdienstag. Natürlich wird im Festzelt auf dem Marktplatz auch ausgiebig gefeiert und der Festplatz mit seinen zahlreichen Attraktionen bietet Kurzweil und Zeitvertreib. Es ist also für jeden etwas dabei, wenn die Zeit des Wartens ein Ende hat. 

Doch vorher müssen noch die Uniformen kontrolliert werden, es müssen die Blumen und Blumenhörner bestellt und Regiments- und Zugbefehle verfasst werden. Wo sind die Holzgewehre und wer kümmert sich um die Verpflegung? An die Fackeln wird in den letzten Tagen noch Hand angelegt, die Häuser werden geputzt und die Bürgersteige gesäubert. Die Liste der Besorgungen steigert die Vorfreude um so mehr bei den Schützen und Bewohnern der Gartenstadt auf die kommenden Tage des Frohsinns.   

Im Mittelpunkt des Festes steht das amtierende Königspaar Walter II. Danke und Britta Müller-Buldau. Der Königszug, das Tambourcorps „Frisch Voran“ 1927 Wevelinghoven, welches in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feiert, wird die Residenz besonders festlich schmücken um den beide Regenten eine unvergessliche Zeit zu bescheren. 

Der Festsamstag bietet nach dem großen Fackelzug ein weiteres Highlight: die Coverband „Just:is“ wird den Schützen und Gästen so richtig einheizen und mit Ihrem großen Repertoire Akzente setzen. Freuen sie schon jetzt auf musikalische Unterhaltung der besonderen Art. 

Um die Vorfreude noch etwas zu steigern folgen in den kommenden Tagen weitere Artikel rund um das schönste Fest des Jahres. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß und Freude und hoffen wir sehen Sie zum Schützen- und Heimatfest vom 19. bis 22. August 2017 in der Gartenstadt Wevelinghoven. 

* Königspaar Walter II. Danke und Britta Müller-Bludau

Ein Traum wird wahr für den höchsten Repräsentanten Walter II. Danke und seine Königin Britta Müller – Bludau, das amtierende Königspaars des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven.

Wenn am vorletzten Augustwochende in der wunderschönen Gartenstadt wieder das „Trömmelche“ geht, dann befindet sich die amtierende Majestät nicht auf der Straße bei seinem geliebten Tambourcorps wieder, sondern sitzt mit seiner Königin in der Kutsche und genießt die Fahrt durch die prächtig geschmückten Straßen seiner schönen Gartenstadt Wevelinghoven. Jeder der Walter Danke kennt, weiß das Ihm das ein wenig schwer fallen wird, denn sein Herz hängt mit Leib und Seele an seinen Spielmannsfreunden aus dem Tambourcorps. Hier fühlt er sich seit Jahrzehnten wohl und zieht nicht nur Jahr für Jahr durch die Straßen seiner Heimat sondern ist in jeder Nachbarstadt und weit über die Gartenstadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt.

Die Zeit also des Wartens auf den Beginn des Schützenfestes hat nun fast ein Ende und so freut sich das sympathische Königspaar auf das Einschiessen des Schützen- und Heimatfestes 2017 zusammen mit der Artillerie und dem gesamten Regiment des BSV Wevelinghoven am Schützenfestsamstag. Auch die komplette schützenbegeisterte Familie von Walter und Britta freuen sich seit dem letztjährigen Königsvogelschuss und der prächtigen Krönung am Schützenfestdienstag auf die kommenden Tage des Frohsinns uns der Freude.

Trotz seiner vielzähligen Freizeitbeschäftigungen, wie dem Tambourcorps Wevelinghoven und dem großen Engagement als „Hobbybauer“ auf dem Hof seines Freundes Reiner Korbmacher in der „Krumm“, ist Walter ein Mensch, auf dem man sich immer und 100%ig verlassen kann und dem keine Arbeit zuviel ist. Nicht nur seinen Pflichten als Majestät meistert er mit Bravour auch genießt er bei seinen Spielkameraden und Zugmitgliedern ein hohes Ansehen. Daher ist es nur selbstverständlich, dass zum 90-jährigen Bestehen des Tambourcorps Wevelinghoven 1927 e.V., Walter die Gelegenheit beim Schopfe packte und an die Vogelstange trat, um seinen „Verein“ auch nach außen stärker zu repräsentieren. Und so ist es auch selbstverständlich, dass gerade seine Zugmitglieder mit vollem Elan und Einsatz das Königspaar unterstützen wo und wann es nur geht. Natürlich musste man sich auch hier erst mit dem Gedanken anfreunden, dass Walter ein Mensch von spontanen und kurz entschlossenen Entscheidungen ist, aber bisher hat alles reibungslos funktioniert.

Wundervoll wird sich auch die Königin des BSV Wevevlinghoven präsentieren. Davon werden sich wieder einmal die zahlreichen Besucher der Festumzüge am Samstag, Sonntag und Montag vergewissern dürfen. Die Königin wuchs auch in der Gartenstadt Wevelinghoven auf. Die gelernte zahnmedizinische Fachangestellte, die in Düsseldorf arbeitet, lebt mit Ihrem Mann Bernhard und den Kindern Lena und Lars, sowie dem Hund Schröder, auf der Neusser-Furth. Mit Ihrer Familie unternimmt sie ausgedehnte Radtouren und die nähere Umgebung, nicht zuletzt in unsere schöne Gartenstadt. Das Familienleben ist Britta sehr wichtig und so steht es natürlich an erster Stelle.

Die Wevelinghovener Schützen und Gäste dürfen also gespannt sein und sich auf ein tolles Schützenfest freuen, der Grundstein für ein unvergessliches Schützenfest ist mit solch einem Königspaar sicherlich gelegt.

* Festablauf und Zugwege zum großen Schützen- und Heimatfest 2017 

 

Samstag, den 19. August 2017

 

12.00 Uhr Einschießen des Schützenfestes durch die Artillerie an der Gebrüder-Grimm-Grundschule - Oststraße

19.00 Uhr Platzkonzert vor dem Rathaus in Wevelinghoven

19.45 Uhr Abmarsch der Tambourcorps und Musikkapellen mit den durch die Züge erstellten Großfackeln von der Zehntstraße über diePoststraße zum Antreteort des Fackelzuges auf der Langwadener Straße. 

20.15 Uhr Abmarsch der Tambourcorps und Musikkapellen mit den durch die Züge erstellten Großfackeln von der Zehntstraße über die Poststraße zum Antreteplatz des Fackelzuges auf der Langwadener Straße. 

20.45 Uhr Abmarsch des Fackelzuges

Zugweg: Langwadener-, Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Krummstraße, An der Obermühle, Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenania-, Oststraße, Marktplatz.

Im Anschluss Festball im Festzelt auf dem Marktplatz mit der Coverband „Just:is“

 

Sonntag,  den 20. August 2017

 

9.00 Uhr Antreten am Rathaus zum Kirchgang

9.30 Uhr Festgottesdienst in der kath. Kirche, Unterstraße. Anschließend vor der Kirche Parade vor der Geistlichkeit. Danach Marsch zum Ehrenfriedhof Langwadener Straße zur Gefallenen- und Totenehrung. Anschließend Frühschoppen im Festzelt mit Ehrung des Edelknabenkönigs.

14.30 Uhr Großer Festzug ab Rathaus Poststraße. Im Verlauf des Festzuges Königsparade vor dem Rathaus. 

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Krummstraße, An der Obermühle, Burg-, Zehnt-, Poststraße zur Parade am Rathaus. Fortsetzung des Festzuges über die Poststraße, Rhenania-, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

20.00 Uhr Ball der Könige – mit Krönung des Königs der jungen Schützen

 

Montag, den 21. August 2017

 

11.30 Uhr Regimentsfrühschoppen im Festzelt

17.30 Uhr Antreten zum Festzug am Rathaus

Zugweg: Post-, Ober-, Grevenbroicher-, Krummstraße, An der Obermühle zur Parade an der ev. Kirche. Fortsetzung des Zuges über Burg-, Unterstraße, An der Eiche, Rhenaniastraße, Oststraße zum Festzelt auf dem Marktplatz.

20.00 Uhr nach der Verabschiedung des Regimentes Disco im Bierzelt mit gemütlichem Beisammensein.

 

Dienstag, den 22. August 2017

 

18.45 Uhr Antreten zum Abholen des Kronprinzenpaares ab Rathaus.

Zugweg: Poststraße, Zehntstraße, Oststraße, Rhenaniastraße und Poststraße zum Rathaus.

19.30 Uhr Großer Zapfenstreich vor dem Rathaus

20.00 Uhr Krönungsball im Festzelt

 

* König der jungen Schützen Maximilian I. Fink 

Zum Königsvogelschuss des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven am 8. Juli  trafen sich auch die jungen Schützen im Alter von 14 bis 24 Jahren, in der Gaststätte „Erftruhe“, um ihren Kronprinzen zu ermitteln. Von den anwesenden jungen Schützen hatte Maximilian Fink vom Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“ schließlich den richtigen Schuss auf Lager und holte mit dem 103. Schuss den Vogel von der Stange.

Dem 20-Jährigen Wevelinghovener konnte man die Freude noch Stunden nach dem Schießen anmerken. Auch seine Schützenkameraden freuten sich mit ihm. Maximilian stammt aus einer schützenfestbegeisterten Familie, sein Vater Michael ist aktives Mitglied im Jägerzug „Jungschützen“. 

Seine Schützenkarriere begann 2002 bei den Edelknaben und anschließend bei den Jugendschützen des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven. Im Jahr 2010 gründete er gemeinsam mit seinen Freunden den Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“, in dem er als stets zuverlässiger Schütze aktiv ist. Auch sein Beruf als Informationselektroniker beim Flughafen Köln/Bonn ist alles andere als langweilig. 

Proklamiert wurde Maximilian direkt nach dem Vogelschuss. Seine eigentliche Krönung findet am Schützenfestsonntag während des abendlichen „Ball der Könige“ statt. Hier wird er als erste Amtshandlung die Pfänderschützen ehren, Kai Gehlen vom Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte" (Kopf), Fabian Wintzen vom Grenadierzug "Erftler09" (linker Flügel), Robin Kurkow vom Jägerzug "Erftstolz" (rechter Flügel) und Kevin Raudies vom Scheibenschützenzug "Schärpe Boschte" (Schweif).

* Edelknabenkönig Konrad Schneider 

Als am 10, Mai ein fröhliches Hummel Hummel Summ-Summ ertönte, war klar, daß der BSV Wevelinghoven einen neuen Kronprinzen des Edelknabencorps bejubeln konnte. Freuen durfte sich in diesem Jahr Konrad Schneider, der nach einem spannendem Wettkampf den Wettbewerb um die begehrte Königswürde der Edelknaben bereits zum zweiten Mal für sich entscheiden konnte.

Stolz auf den neuen Kronprinzen ist seine Familie, seine Eltern Stephan und Hildegard Schneider sowie die Geschwister Jakob(13), Fabian(6) und Klara (4). Privat gibt es über unsere neue Majestät auch einiges zu berichten: Der Zehnjährige besucht zur Zeit noch die Klasse 4a der Gebrüder-Grimm-Grundschule. Nach den Sommerferien steht jedoch eine große Veränderung an. Konrad wechselt dann zum Erasmus Gymnasium nach Grevenbroich. Sein absolutes Lieblingsfach ist Mathematik mit allem was dazugehört.

Aber Sport und sich draußen aufzuhalten macht ihm ebenfalls viel Spaß. Insbesondere beim Handball kann er sich austoben. Ganz oben auf seiner Wunschliste steht zur Zeit ein neues grün blaues Mountain Bike. In ruhigeren Momenten zieht Konrad sich sehr gerne zum lesen zurück. Fussballerisch fiebert er gleich für zwei Mannschaften mit, es sind Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München.

Gekrönt wird Konrad am Sonntagmorgen im Rahmen des Frühschoppens. Er wird dann als erste Amtshandlung den Pokalsieger der Edelknaben und Jugendschützen Lion Wölk, sowie seine Ritter John Beede (Kopf), Justus Hambloch (rechter Flügel), Marius Ackermann (linker Flügel) und Timur Doman (Schweif) ehren.

* Kronprinzenpaar Daniel Steinert und Nadine Schmitz

 

Der neue Kronprinz Daniel Steinert ist nach seinem Vogelschuss überglücklich, „ein Generationentraum geht in Erfüllung“.

Er konnte es kaum fassen, dass er diesen überaus spannenden Wettkampf für sich entscheiden konnte. Mit dem 249. Schuss sicherte er sich am 8. Juli unter dem großem Jubel der Schützen und Besucher seine Anwartschaft auf den Titel des Schützenkönigs gegen seine zwei Mitbewerber, Hartmut Becker vom Jägerzug „Alte Eiche“ und Jens Brandofsky vom Jägerzug „Ever-Jrön“, sicher.

Der zukünftige Schützenkönig Daniel I. Steinert (25) wird von seiner Freundin Nadine Schmitz (25) als Königin unterstützt, die er im Januar 2014 auf dem Weg zum gemeinsamen Studienort Münster, kennenlernte. Kronprinz Daniel ist bereits seit 21 Jahren im BSV aktiv, seine Schützenkarriere startete er bei den Edelknaben. Inzwischen ist er Fahnenträger im Traditionszug „Immer Durst“, dem Jägerzug des früheren Jägeroberst Josef Noethen (genannt „Knoll“). Der Zug belegt in den vergangenen Jahren zahlreiche erste Plätze im Fackelbauwettbewerb der Gartenstadt Wevelinghoven und ist somit für seinen guten Fackelbau bekannt. Das Schützenwesen wurde dem jungen Kronprinzen in die Wiege gelegt. Sein Urgroßvater, ein Urgestein des BSV-Wevelinghoven, Bernhard Buchkremer, ein Mitbegründer des Tambourcorps Wevelinghoven und über Jahre der Fahnenträger des Jägerzuges „Germania“, ist Grundstein der schützenbegeisterten Familie Andreas (48), Birgit (51) und Christina (23) Steinert. Auch Großvater Gottfried Buchkremer und Patenonkel Heinz-Günter Buchkremer waren aktive Mitglieder des BSV-Wevelinghoven. Ein Stammbaum für einen Schützenkönig, so dachte sich Daniel und ihm gelang schließlich der sichere Schuss.

Kronprinzessin Nadine kennt das Schützenwesen aus Straberg, wo ihr Vater Hans-Jürgen (57) seit 40 Jahren aktiv teilnimmt und wo er bereits mehrfach die Würde des Jägerkönigs übernehmen konnte. "Die heißen Reibekuchen", ein Frauenclub, der sich aus dem Wevelinghovener Schützenwesen gegründet hat sowie tanzen in der Tanzgruppe in Straberg sind die Hobbies der zukünftigen Königin. Sie arbeitet als Senior Reservation Agent in einem Düsseldorfer Hotel und ist hier die erste Ansprechpartnerin der Gäste.

Neben der Leidenschaft für das Schützenwesen ist Daniel als Pressewart des Turnverein Germania sowie als Übungsleiter für Judo bekannt. Zudem spielt er bei der 3. Mannschaft des BV Wevelinghoven mit und unterstützt seit 2016 das Tambourcorps Wevelinghoven als Hornist. Es gibt also immer etwas zu tun für den gelernten orthopädische Schuhmacher, der sein Studium im August als Bachelor of Engeneering in technischer Orthopädie abschließt.

Die gesamte Familie sowie der Jägerzug „Immer Durst“ freut sich mit dem jungen Kronprinzenpaar auf das bevorstehende Schützen- und Heimatfest und auf den Beginn der Regierungszeit am 22. August, dem Krönungsabend des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven. Bereits jetzt wird alles bis ins kleinste Detail vorbereitet, die Schützen und Gäste dürfen gespannt sein und sich schon jetzt auf eine mit Sicherheit ganz besondere Regierungszeit freuen.

* Ehrung für langjährige Mitgliedschaft zum Bürger-Schützen-Verein und zum Schützenbrauchtum

 

Auch in diesem Jahr kann der Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven 1924 e.V. wieder zahlreiche Jubilare ehren. Für Ihre langjährige Treue werden die Jubilare traditionell im Rahmen des Ehrenabend des Bürger-Schützen-Verein am 12. August 2017, eine Woche vor dem Schützen- und Heimatfest, im Festzelt auf dem Marktplatz geehrt und bekommen eine Ehrennadel verliehen.

Auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft können in diesem Jahr Peter Füßer Ehrenmitglied des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven und Reinhold Kiese von den Sappeuren zurückblicken.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft können Axel Esser vom Grenadierfahnenzug "Mer fenge net no heem", Dieter Freitag von der Artillerie, Willi Grünter passives ehemals aktives Mitglied, Dr. Helmut Hauser vom Scheibenschützenzug "Erftjunker", Gerd Kalitzky und Heinz-Peter Rothausen vom Jägerzug "Erftspatzen" geehrt werden. 

Seit 40 Jahren sind Mitglied: Stefan Buschhausen vom Jägerzug "Immer Drauf", Ulrich Dohlen vom Jägerzug "Grön Gemöß", Hans Esser vom Jägerzug "Wivekover Jonge", Jürgen Fehst und Theo Holzmann vom Scheibenschützenzug "Alte Artillerie", Günther Möbes vom Jägerzug "Volles Rohr", Herbert Niehaus und Horst Uhl vom Scheibenschützenzug "Spätlese" und Günter Steinhardt vom Jägerzug "Wivelinger".

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft werden Dr. Ludwig Arndt vom Jägerzug "Ärm Söck", Uwe Balkenhoff vom Grenadierzug "Wivekover Sondermischung", Hans-Konrad Beyer vom Scheibenschützenzug "He Simmer", Jürgen Bräuning vom Jägerzug "Immer Durst", Marco Hilgers vom Jägerzug "Heimattreue", Dieter Hirsch vom Grenadierzug "Fracksausen", Wolfgang Kahlich vom Grenadierzug "Auf und Davon", Andre Lichtschlag vom Jägerzug "Vogelfrei", Marc Möbes, Andreas Möcker, Michael Möcker und Dennis Wennmacher vom  Jägerzug "Die Jägermeister", Armin Mohren vom Scheibenschützenzug "Blauer Mondach",  Sascha Olasz vom Jägerzug "Gröne Jonge", Frank Rauen vom Grenadierfahnenzug "Mer fenge net no heem", Willibert Strek vom Jägerzug "Wivelinger", Alfons Weier als passives ehemals aktives Mitglied und Stephan Wodarz vom Jägerzug "Waldeslust" geehrt.

* 60 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Reinhold Kiese - Sappeure Wevelinghoven

 

Bereits seit 1957 ist Reinhold Kiese fester Bestandteil der Sappeure in der Gartenstadt Wevelinghoven. Im Alter von 22 Jahren folgte er dem Ruf seines Vaters Bernhard der die Sappeure im Jahr 1927 mitbegründete und trat den Sappeuren in Wevelinghoven bei. Langjährig trat Reinhold Kiese als Leutnant der Standarte bei den Umzügen an und vertrat somit die Fahnenkompanie als Offizier. Inzwischen wird er von den Sappeuren liebevoll Opa genannt und hat die Schützentradition auch an seinen Sohn Norbert weitergegeben, der somit in dritter Generation den Namen „Kiese“ bei den Sappeuren vertritt. Heute kann Reinhold Kiese krankheitsbedingt nicht mehr aktiv an den Umzügen teilnehmen, doch steht er nach wie vor hinter seinem Sappeuren und natürlich auch dem Bürger-Schützen-Verein seiner Heimatstadt Wevelinghoven.

* 60 Jahre Treue zum Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven

Peter Füßer - Ehrenmitglied des BSV Wevelinghoven - Jägerzug "Erftschützen"

Peter Füßer begann seine Schützenlaufbahn im Jahre 1958 beim Jägerzug "Jungschützen", die sich im Laufe der Jahre und mit fortschreitendem Alter in die "Erftschützen" umbenannten. Schon früh übernahm er Verantwortung und wurde 1959 Leutnant seines Zuges. (hier war er 13 Jahre alt) Danach folge die Beförderung zum Zugführer 1972. Dieses Amt hatte 28 Jahre inne und mit hohem Engagement ausgefüllt. Den Höhepunkt seiner Schützenkarriere erreichte er im Jahre 1975/76 als höchster Repräsentant des BSV Wevelinghoven. In seinem Königsjahr wurde er von der Generalversammlung am 01.05.1976 als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Auch hier setzte er sich immer vorbildhaft ein und unterstützte die Fackelbauer. Auch außerhalb des Schützenwesens ist Peter Füßer niemand, der die Hände in den Schoß legt. Auch dem Sport, genauer gesagt dem BV Wevelinghoven, ist Peter seit über 50 Jahren eng verbunden. Über 50 Jahre Mitgliedschaft zeugen auch hier von seiner Liebe zur Gartenstadt und den Vereinen. Peter Füßer wurde nach 27 Jahren erfolgreicher Vorstandsarbeit im Jahre 2003 von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied des BSV Wevelinghoven gewählt.

 

* Grenadiercorpskönig - Dirk Hartmann

Im letzten Jahr haben die Grenadiere erstmalig Ihren Corps König im November ermittelt. In geselliger Atmosphäre feierten die Grenadiere gemeinsam mit Familien und Freunden im festlich geschmückten Saal der Erftruhe. DJ Klaus Juwig und das Tambourcorps „Frisch voran“ sorgten mit ihren musikalischen Beiträgen für Stimmung auch weit nach der Beendigung des eigentlichen Schießwettbewerbs. Die Pfänder gingen im Verlaufe des Tages an: Marian Huth von TC „Frisch voran“ (Kopf); Wolfgang Alfa von der Wevelinghovener Sonder-Mischung (linker Flügel); Michael Glanz ebenfalls von der Sondermischung (rechter Flügel), sowie an Stefan Janssen von „Mer Fenge net no heem“ (Schweif). Den neu geschaffenen Wettbewerb im Teamschießen, gewann der Grenadierzug „Erftler 09“ die mit Stephan Heyers auch den Pokalsieger im Einzelschießen stellten.
Im Wettkampf um den Titel des Corpskönigs sicherte sich Dirk Hartmann vom Grenadierzug Pfarr Cäcilia diese Würde und zeichnete im Anschluss seine Pfänderritter aus. Durch den goldenen Schuss gelang es dem GZ „Pfarr Cäcilia“ die Königswürde in den eigenen Reihen zu halten, denn mit Michael Braun sicherte sich im Vorjahr ebenfalls ein Cäcilianer das Königsamt.
Mit Dirk Hartmann trägt ein Urwevelinghovener in diesem Jahr die Königskette der Grenadiere. Durch seinen Vater wurde er bereits früh an das Schützenwesen herangeführt. Dabei ist er nicht nur für das Feiern zuständig: In seinem Verein ist er bereits seit vielen Jahren als Spieß für die Überwachung der Fehltritte seiner Kameraden zuständig. Dazu engagiert er sich seit 2012 im Grenadiervorstand und tritt als Beisitzer für die Bedürfnisse der Grenadiere ein. Als Fackelbauer ist er mitverantwortlich für viele schöne Großfackeln, die bereits aus den Reihen von Pfarr Cäcilia entstanden sind. Zu seinen Hobbys zählt neben dem Schützenwesen noch der Fußball, auch wenn er als leidenschaftlicher Fan des 1. FC Kaiserslautern momentan eher schwere Zeiten durchmacht. Das trotz seiner zahlreichen Hobbys neben dem Beruf noch Zeit für seine Familie da ist, darauf legt Dirk besonders großen Wert mit vielen Ausflügen rund um die Republik versucht er mit seiner Frau Beate und seinem 12 jährigen Sohn auszuspannen und sich auf seine Zeit als Corpskönig vorzubereiten.

* 90 Jahre - die Sappeure des Bürger-Schützen-Vereins Wevelinghoven

 

Im Jahre 1927 gründeten sich, neben unserem aus der BSV-Geschichte nicht wegzudenkenden Tambourcorps "Frisch voran", auch die Sappeure, die fortan in ihrem blauen Waffenrock, weißer Schürze, weißer Hose , wuchtigem Helm, mit dem riesigem Lampenpützer und "schwerem Gerät" der Axt, an der Spitze des Regimentes marschieren.

Die Vereinsgeschichte der Sappeure ist sehr bewegt und birgt einen kostbaren Schatz wertvoller Erinnerungen an all das, was seine Mitglieder durch ihren Einsatz zu Pflege und Erhalt unseres Brauchtums beigetragen haben.

Eine zentrale Figur war Anton Göbbels der die Zugführung von seinem Vater Hubert Göbbels in den 50iger Jahren übernahm und die Geschicke des Zuges fast drei Jahrzehnte mitbestimmte. Von anfänglich 7 Gründern wuchs man im Laufe der Jahre bis auf fast 40 aktive Marschierer. Zweimal in der BSV-Geschichte, jeweils zu Jubiläen, stellten die Sappeure den Schützenkönig in der Gartenstadt. 1957 repräsentierte Paul Neukirchen den BSV, 1976 waren drei Königsbewerber aus den Reihen der Sappeure an die Regimentsvogelstange getreten (Toni Göbbels, Dieter Meerkamp und Werner Schmidt). Der Glücklichste der drei, Werner Schmidt, hatte die Ehre, das damals sehr mannstarke Corps beim Jubiläum zu repräsentieren.

Bezüglich der gewaltigen Mitgliederzahl sind bei den Sappeuren leider die Glanzzeiten Vergangenheit. Der stolze Zug (O-Ton) "kämpft zur Zeit ums Überleben". Alle Bemühungen Nachwuchs zu integrieren schlugen bislang fehl, aber bei allen zurzeit aktiven Mitgliedern bestehe der feste Wille, auch das 100. Gründungsjahr im Kreise der Sappeur-Familie zu feiern, man wird sehen wie sich die Sache entwickelt.

* 90 Jahre -  Tambourcorps "Frisch Voran" Wevelinghoven

 

Das Tambourcorps „Frisch voran“ Wevelinghoven 1927 e.V. durfte in diesem Jahr sein 90 jähriges Bestehen feiern, das am 30. April, unter Teilnahme befreundeter Tambourcorps, im Festzelt auf dem Marktplatz in Wevelinghoven stattfand. Das Jubiläumskönigspaar Hans-Gerd I. und Ute July konnten sich auf ein Jubiläumsjahr mit den verschiedensten Aktivitäten freuen.

90 Jahre ist zwar ein stolzes Alter aber die Musiker halten sich mit der Marschmusik jung. Getreu Ihrem Motto: „Wir machen mehr als nur Musik“ sind die Aktivitäten des Tambourcorps im laufenden Jahr, über die Auftritte bei den verschiedenen Schützenfesten hinaus, sehr vielfältig. Bei den gemeinsamen Ausflügen wird darüber hinaus die Kameradschaft vertieft.

So werden auch die Damen mit in das Corpsleben einbezogen. Den Damen gebührt ein besonderer Dank, da sie für die Musiker immer zur Stelle sind und sie unterstützen.

Mit Manfred Moll, Manfred Esser, Ralf Landwehr und Walter Danke brachte das Corps bereits vier Schützenkönige im BSV hervor. Mit Walter II. Danke und Britta Müller-Bludau hat das Tambourcops im diesjährigen Jubiläumsjahr ein strahlendes Schützenkönigspaar in ihren Reihen und ist stolz Könisgzug im Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven zu sein.

Auch schaffte man es in den Jahren wo der Schützenkönig aus den Reihen des Tambourcorps kam, drei Großfackeln zu stellen. Die Kameradschaft wird groß geschrieben so musiziert Alt und Jung gerne zusammen. Hier spiegeln sich die einzelnen Generationen wieder. So ist der älteste Spielkamerad Willi Huth mit 85 Jahren noch aktiv im Corps zu finden. So kann er bald auf eine bewegende 70-Jährige Mitgliedschaft im Bürger-Schützen-Verein zurückblicken. Willi Huth hatte erheblichen Anteil am Wiederaufbau des Tambourcorps nach dem 2.Weltkrieg.

So schauen die Spielkameraden, um den Vorsitzenden Rainer Effertz, guten Mutes in die Zukunft. Auch wenn die Jungs meistens nur an die Trommel möchten, gelingt es doch den ein oder anderen für die weiteren Instrumente des Corps zu begeistern.  Für die Zukunft würde man sich darüber freuen, wenn sich weitere Jungs und Mädels dem Verein anschließen würden.

* Jägercorpskönig - Rene Becker

Bei bewölktem Himmel, der mitunter auch den ein oder anderen Regenerguss bereithielt, trafen sich die Jäger des größten Wevelinghovener Corps um, in wiedermal familiärer Atmosphäre, Ihren Corpskönig zu ermitteln. Die anwesenden Jäger erlebten nie da gewesenes: Nachdem der Kopf nach 65 Treffern der Erdanziehungskraft folgen musste, hat erst nach dem 298. Schuss der rechte Flügel sich vom Körper getrennt. Der diesjährige Vogel war wahrlich aus hartem Holz geschnitzt. Umso gespannter wurde auf das finale Königsschießen geschaut.
Mit einem gekonnten Schuss brach René Becker den Vogel entzwei und war dem Jubel aller Anwesenden gewiss. Der 29 jährige Renè Becker vom Jägerzug " Alte Eiche " konnte sein Glück kaum glauben und schaute eher erstaunt den jubelnden Jägern entgegen. " Ich habe gedacht es geht noch weiter ", waren die verwunderten Worte des Königs. René Becker ist seit 2004 im Jägerzug " Alte Eiche " Mitglied. Dort hat er im ersten Jahr das Amt des Blumenhornträgers ausgeübt. Nur der Zufall hat René in die Arme des Wevelinghovener Jägercorps geführt, wollte er doch zuerst dem Jägerzug seines Vaters in Gustorf beitreten, der sich jedoch 2004 aufgelöst hatte. Becker engagiert sich stark in seinem Zug, wird eine helfende Hand benötigt, so ist René sofort dabei. Nachdem sein Zug vor 4 Jahren die Ausrichtung des Corpsschießens übernommen hat, sieht man René jedes Jahr fröhlich lächelnd hinterm Grill. Ein König der Herzen eben.
Zu seinen Hobbies gibt René an, dass er Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr ist. Er verbringt zudem sehr viel Zeit mit seinen Freunden. Bowling spielen, gutes Essen und tolle Gespräche mit seinen Freunden sind Ihm in seiner Freizeit am Liebsten. René Becker ist ein Schütze durch und durch und neben Ihm und seiner Familie freut sich natürlich auch sein Jägerzug " Alte Eiche " auf die Regentschaft, welche durch den Ball der Könige am Sonntagabend seinen Höhepunkt findet.
Des Weiteren konnten sich folgende Schützen durch ihre Treffsicherheit auszeichnen Thomas Frinken vom Jägerzug "Mer mache möt" (Kopf), Thorsten Zizkat vom Jägerzug "Ever Jrön" (rechter Flügel), Marco Hilgers vom Jägerzug "Heimattreue" (linker Flügel) und Cornelius Frinken vom Jägerzug "Mer mache möt" (Schweif)

* 50 Jahre - Jägerzug "Erftspatzen"

 

Im Frühjahr 1967 gründeten etliche Freunde in den Westmarkstuben Wevelinghoven einen Schützenzug.  Man beschloss sich dem Jägercorps anzuschließen unter dem Namen: KJG  Wevelinghoven (Katholische Jugend) Ca. 25 Jugendliche waren mit Spaß und Freude bei der  Sache und marschierten mit Stolz durch unsere Heimatstadt.

 1970 erfolgte durch einige Missverständnisse mit unserem Hauptmann Hubert Rath  eine Aufteilung des Zuges. So kam es zur neuen Namensgebung  „Erftspatzen“. Aus der Gründerzeit gibt es immer noch zwei Schützen:  Heinz Peter Rothhausen (Leutnant  seit 1994) und Gerd Kalitzky (Zugführer)  Somit feiern beide in diesem Jahr ebenfalls ihr 50 jähriges Jubiläum. Ab 1970 gab es einige Zugführer Hans Helten – Friedhelm Beckensträter und seit 1978 Gerd Kalitzky. Zählt man 1972 dazu, denn in diesem Jahr ünernahm er ebenfalls den Zug, jährt  sich sein Einsatz als Zugführer zum 40. mal.

Zahlreiche Unternehmungen prägten das intensive Schützenleben. Reisen nach Winterberg – in die Pfalz oder der Jubiläumsausflug zum 30 jährigen  nach Hamburg bleiben unvergessen. Zum 50-jährigen Jubiläum gönnte man sich ein wunderschönes Wochenende in Trier. Höhepunkte waren aber sicherlich auch die „Sommernachtsbiwak„ welche zusammen mit dem BV Wevelinghoven und dem damaligen Fanfarencorps  von 1996 bis 2000  auf dem Marktplatz veranstaltet wurde. Hier begrüßte man mehr als 2000 Besucher pro Jahr. Vogelschuss und Krönung gehören zu den absoluten Höhepunkten im Jahr zu dem natürlich auch unser Schützen- und Heimatfest im August zählt.

Leider musste man auch einige Mitglieder zu Grabe tragen, Theo Noethen, Willi Kluth und Siegfried Ehrenberg blieben unvergessen. Freud und Leid stehen eng beisammen, auch die beiden Jahre als Königszug im BSV Wevelinghoven mit den Königspaaren Herbert und Magret Schumacher sowie Jürgen und Birgit Meuter waren besondere Jahre im Rückblick für die „Erftspatzen“.

 Seit fast sechs Jahren besitzt der Zug eine eigene Schwenkfahne, die vom ehemaligen Feldkaplan Pastor Kullmann nach dem Sonntagsgottesdienst geweiht wurde und mit Stolz und zur Freude der Zuschauer durch die Gartenstadt Wevelinghoven getragen wird.

* Scheibenschützencorpskönig - Dr. Joachim Wurdack

Das Scheibenschützencorps in Wevelinghoven feiert sein diesjähriges Schützenfest mit Corpskönig Dr. Joachim Wurdack, Mitglied des Scheibenschützenzuges „He Simmer“ und seiner Frau und Königin Anja.
Begonnen hatte der Nachmittag mit dem Einzel- und Mannschaftswettbewerb, in dem Heinz-Werner Pesch (Scheibenschützenzug „Erftjunker“) mit 46 von 50 möglichen Ringen den ersten Platz belegte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Wolfram Kuhnen (Scheibenschützenzug „He Simmer“) mit 42 Ringen und Reiner Nicklas mit 41 Ringen (Scheibenschützenzug „Waidmannsheil“). In der Mannschaftswertung konnte der Scheibenschützenzug „Waidmannsheil“ mit 100 Ringen den Sieg für sich verbuchen. Platz zwei belegte der Scheibenschützenzug „He Simmer“ gefolgt vom Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“. Luca Kapturski (Scheibenschützenzug „Wivekover Boschte“) wurde mit 41 Ringen zudem König der jungen Scheibenschützen.
Die Pfänder holten Dr. Holger Kremer (Scheibenschützenzug „Alte Fanfaren“ – Kopf), Alexander Klömpges (Scheibenschützenzug „He Simmer“ - rechter Flügel), Dr. Joachim Wurdack (Scheibenschützenzug „He Simmer“ - linker Flügel) und Armin Mohren (Scheibenschützenzug „Blauer Mondach“ - Schweif).
Das hölzerne Federvieh – Marke „Erftruhe“ - holte, unter dem großem Jubel der Anwesenden, Dr. Joachim Wurdack von „He Simmer“ von der Stange und sorgte dafür, dass sein Zug zum siebten Mal den Corpskönig des Scheibenschützencorps stellen kann. Beim Wevelinghovener Schützenfest im Jahr 2017 wird er gemeinsam mit seiner Frau Anja das Scheibenschützencorps im 47. Jahr seines Bestehens repräsentieren. Im Jahre 1967 in Aachen geboren, zog Achim Wurdack, der seit 2001 als Arzt für MKG-Chirurgie in Grevenbroich niedergelassen ist, 2002 mit seiner Familie nach Wevelinghoven. Seit 2011 war er zunächst Gastmarschierer und ist seit 2014 im Scheibenschützenzug He Simmer aktiv. Heute ist er der Leutnant der Zugfahnenkompanie des Scheibenschützenzuges „He Simmer“.

* Vater & Sohn an der Spitze des Corps

Deshalb überraschte es auch niemanden, dass sein Vater Stefan Fücker ihn zu seinem Adjutanten ernannte. Durch die Vater-Sohn Beziehung verspricht man sich vor allem eine sehr gute Kommunikation. Des Weiteren zählt Sven zu den jungen Schützen. Für die Scheibenschützen ist der Nachwuchs extrem wichtig und man konnte in den letzten Jahren viele Jungschützen für das Corps gewinnen.
Sven Fücker war bis dato Zugführer bei seinem Scheibenschützenzug Wivekover Boschte. Gemeinsam mit seinen Freunden hat er schon viele Schützenfeste mitgefeiert und zudem mehrere Großfackeln gebaut. Ein attraktiver Fackelzug und die Jugendförderung liegen Sven besonders am Herzen.
Durch die Hilfe seines Vaters Stefan wird er in den nächsten Jahren viel dazu lernen und ist bestimmt in einigen Jahren für höhere Aufgaben berufen. In dem jungen Alter eine so wichtige Aufgabe zu übernehmen zeugt von Mut, wobei er auf das Vertrauen seines Scheibenschützencorps zählen kann. An Schützenfest können wir dann wieder beobachten wie erfolgreich eine Vater-Sohn Beziehung im Schützenwesen funktionieren kann.

* Geschichte und Geschichten aus dem Archiv des Bürger-Schützen-Vereins

Es ist schon seit vielen Jahren Usus, in den vorhandenen Aufzeichnungen zu blättern und nachzulesen, wie unsere (Ur-)Großväter und Väter das Schützenfest zelebrierten. Zur Verfügung stehen uns für die Recherchen zwei dominante Quellen, um unsere Schützengeschichte zu erfassen:

Da ist als erstes das Buch des damaligen Präsidenten Jakob Esser, der zum einen die Entstehungsjahre des Vereines hautnah als junger Mann miterlebte. Zum anderen war sein Vater einer der Gründungsväter und späterer Ehrenvorsitzender des Bürger-Schützen-Verein, der durch seine Neusser Schützenerfahrung maßgeblich die Struktur des Regimentes prägte. Das Buch trägt den Titel „50 Jahre Bürgerschützenverein Wevelinghoven – Festschrift zu den Jubiläumsfeierlichkeiten vom 20. Juli bis 20. August 1974“ und spiegelt also die ersten 50 Jahre seit der Gründung im Jahre 1924 wider. (Hiervon sind noch Exemplare im Besitz des Vereines, die noch käuflich erworben werden können).

Das zweite Buch wurde 25 Jahre später wiederum von einem Präsidenten, nämlich Hilmar Krüll veröffentlicht. Unter dem Titel „1924 – 1999; 75 Jahre Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven e. V. 1924 – Der Verein und die Stadt Wevelinghoven im Wandel der Zeit“ stellte der Autor neben der Vereinshistorie parallel hierzu die Stadtentwicklung dar. Da der „Wievekover Jong“ Hilmar Krüll bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1974/75 Bürgermeister seiner Stadt war, wurden viele Interna der Stadt durch ihn in seinem Werk für den „Normalbürger“ präsent. Das gleiche gilt natürlich auch für die Schützengeschichte, die auch er seit Kindesbeinen miterlebt hatte. Daneben wird in Berichten unserer gängigen Tageszeitungen und Zeitschriften für die Rückblicke recherchiert.

1957 S.M. Willi I. und Helene Nover

* 1957 - vor 60 Jahren: Willi I. und Helene Nover

Wenn wir bei unserer traditionellen Rückschau auf das Schützenfest 1957 zurückblicken, so stellen wir fest, dass die Königsresidenz einen gewaltigen Sprung innerhalb unserer Gartenstadt machte. Hatte das Königspaar des Vorjahres, Heinrich und Sibilla Deuss das Beesterhöfchen am Ende der Römerstraße zu seinem königlichen Domizil ausgewählt, so mussten in diesem Jahr die Schützen zum anderen Ende der Stadt, in die „Krumm“ zu seinem neuen Königspaar, Willi und Helene Nover, marschieren. Willi Nover, ein alt eingesessener Wevelinghovener und beruflich als Werkmeister bei der hiesigen Zuckerfabrik tätig, hatte bereits Wochen vor dem Vogelschuss seinen Zugkameraden und Nachbarn das Versprechen gemacht: „Dis Johr kütt de Könning no de Kromm.“
„… Die Bewohner der Krumm wussten es dann auch Willi I. und seiner Gattin Helene herzlich zu danken und bereiteten dem heimkehrenden Kronprinzen einen geradezu triumphalen Empfang. …“
Ein großes Festzelt, in dem alle Schützen gemeinsam feiern konnten, gab es nicht. Man schätzte sich glücklich, über 3 große Säle (Kreutz (später „Em Höttche“), Schnorrenberg und Zentralhotel) zu verfügen und sah auch keine Notwendigkeit, dies zu ändern. Lediglich der Saal des Zentralhotels wurde durch den Anbau eines Zeltes auf ein Fassungsvermögen von 900 Personen gebracht.
Zu den Festzügen wurde neben der Bundesschützenkapelle Schmitz aus Neuss die Polizeikapelle Köln mit je zwei Abteilungen zu 25 Mann verpflichtet. Neben dem Tambourkorps Wevelinghoven wirkten die Tambourkorps aus Elsen und Ramrath sowie das Fanfarenkorps Wevelinghoven mit, so dass insgesamt 175 Musiker dem Fest den rechten Schwung und Begeisterung gaben.

1967 S.M. Karl-Heinz I. und Änne Vogel

* 1967 - vor 50 Jahren: Karl-Heinz I. und Änne Vogel

Jakob Esser notierte zu dem neuen Königspaar in seiner Chronik, aus der wir bereits seit vielen Jahren unsere Erinnerungen schöpfen, in einem (nie endenden) Satz: „… Den Vogelschuss dieses Jahres bezeichneten die Schützen scherzhafterweise als Brudermord, denn derjenige, der seinem Kollegen auf der Stange ein jähes Ende bereitete war niemand anderes als unser langjähriger Schützenkamerad und Zugführer des Scheibenschützenzuges „Blauer Mondach“, Karl-Heinz Vogel, den wir anschließend in sein kurz zuvor neu erbautes königliches Vogelhaus auf dem Klosterweg geleiteten, wo ihn seine Gemahlin Änne nach herzlichem Empfang mit allen Herren des Vorstandes und seinen Zugkameraden in die Kellerbar geleitete, in welcher, wie es heißt, das Barometer noch spät nach Mitternacht eine recht feucht-fröhliche Vorschützen-Feststimmung angezeigt haben soll.
Einem schönen Festverlauf folgte eine ebenso schöne Krönung, bei der Karl-Heinz I. und seine Gemahlin viele Gäste, darunter auch holländische begrüßen und sich reichlicher Geschenke und Blumen erfreuen durften …“
Karl Heinz Vogel, ein stadtbekannter selbständiger Dachdeckermeister, und seine Frau Änne werden in Hilmar Krüll’s Stadtchronik beschrieben als “…Ein Königspaar, das durch seine lebensbejahende Fröhlichkeit und Volkstümlichkeit äußerst beliebt war…“ Insgesamt 600 Schützen und Musiker marschierten an den Festtagen durch die prächtig geschmückte Gartenstadt. Neben 4 Musikzügen (zwei Musikzüge „Frohsinn“ Norf, Musikverein Holzheim und die Bundesschützenkapelle Neuss) sorgten die Tambourkorps aus Wevelinghoven, Ramrath, Elsen-Fürth und Kapellen sowie das Wevelinghovener Fanfarenkorps für musikalische Unterstützung.
Mittlerweile war man von den drei Festsälen abgerückt und ließ für das Schützenfest ein 72 Meter langes und 16 Meter breites Festzelt mit über 1100 Plätzen aufstellen. Mit einem Rekordetat von etwa 25000 DM wurde das Fest finanziert und dem Zeitgeist folgend gab es im Festzelt neben der obligatorischen Blasmusik nun auch Beat in wechselnder Folge. Kommentar des damaligen Präsidenten Esser: „Zum Wohle der Jugend, aber auch der Kasse“.

1977 S.M. Werner und Marlies I. Schmidt

* 1977 - vor 40 Jahren: Werner I. und Marlies Schmidt

Der Kronprinz Werner Schmidt war damals 29 Jahre alt, als er mit dem 27. Schuss dem Holzvogel das Garaus machte. Geboren war er in Dessau, wohnte aber schon sehr lange in Wevelinghoven, wo er seine Frau Marlies, ein „Wivekover Mädche“ kennen und lieben lernte. Seit seiner Jugend träumte er von einer Schützenkarriere und trat dem Sappeurkorps bei, wo er zu diesem Zeitpunkt als Leutnant aktiv war. Zu dem 50jährigen Jubiläum seines Korps ging es mit fünf weiteren Bewerbern, davon zwei flankierende Mitstreiter aus dem Sappeurkorps auf den Holzvogel. In einem Gespräch mit der NGZ erzählte er von dem Augenblick, als der Rest des Vogelrumpfes von der Stange fiel und die Anspannung urplötzlich nachließ: „Da war ich überglücklich“.
Die Chronik unseres Präsidenten Krüll berichtet: „Das Schützenfest begann wieder mit einem großartigen Fackelzug …“ 11 Großfackeln wurden an diesem Abend bewertet, gewonnen hatte die Fackel des JGZ „Germania“ mit dem Thema: Verwaltungsungeheuer. Zum ersten Mal mit dabei war der JGZ „Grön Gemöß“; die Fackel hieß „erster Versuch“.
„… 44 Züge bildeten das Regiment, das von 6 Musikblöcken begleitet wurde. … Das Schützenfest 1977 reihte sich würdig in die stattliche Zahl der bisherigen Schützenfeste ein und begann mit einem Fackelzug, in dem wiederum 12 Großfackeln gezeigt wurden. Das Fest selbst wurde immer wieder durch wolkenbruchartigen Regen gestört, wobei aber bei den Festzügen die Schleusen des Himmels geschlossen blieben.“ Dass störte aber die damaligen Majestäten nicht sonderlich, denn später bezeichnete Werner Schmidt das Jahr seiner Regentschaft als das „schönste Jahr meines Lebens!“

1992 S.M. Otto I. und Betty Schumacher

* 1992 - vor 25 Jahren: Otto I. und Betty Schumacher

„Bevor ich in Rente gehe, werde ich in Wevelinghoven noch Schützenkönig“, hatte Otto Schumacher sich und seiner Umwelt versprochen. Bereits 1988, also vier Jahre zuvor nahm er den ersten Anlauf – und wurde von seinem Sohn Rainer abgefangen, der uns als König Rainer I. bekannt ist.
Otto ist also nicht der erste König mit diesem Nachnamen (- und auch nicht der letzte, wie wir heute wissen: Sein Sohn Herbert hat ebenfalls das Königssilber getragen). Der Name Schumacher ist sehr eng mit unserem Schützenverein verbunden. Bereits der erste König in der Gartenstadt hieß Schumacher und war ein Onkel von Otto. Heinrich I. Schumacher war Mitbegründer, der erste Schützenkönig und auch der erste Vorsitzende unseres Vereins.
Otto hatte schon lange Königsambitionen, jedoch seine Frau mochte weniger gerne im Rampenlicht stehen. Aber sie hatte Verständnis für den Wunsch ihres Mannes und sie hat das Königsjahr für sich als anregend und wertvoll empfunden. Das Königspaar wurde laut H. Krüll definiert als dasjenige, das „…nie über, sondern immer mitten unter den Schützen stand. Ein wirkliches volkstümliches Königspaar.“
Zu dem Sonntagsfestzug berichtete die NGZ in der Montagsausgabe: „Ein Schauspiel ganz besonderer Art erlebten die vielen Zuschauer gestern Nachmittag in den Straßen von Wevelinghoven, wo sich das Bürgerschützen-Regiment zu Ehren des Königspaares Otto und Betty Schumacher in voller Zahl präsentierte. Ein Festzug, der mit weit über 1000 Mitwirkenden schon fast die Kapazitäten der früheren Gartenstadt sprengte und der nicht selten zu Beifall auf offener Szene hinriss.“

* Totengedenken

„Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile,
doch sie bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.“

Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor unseren Toten.
Wir gedenken unserer Gefallenen und Vermissten,
sowie derer, die einst in unseren Reihen mitmarschierten und mit uns lebten.


Seit dem vergangenen Schützen- und Heimatfest verstarben:

Manfred Tusch,
Mitglied im Scheibenschützenzug „Gartenstädter“

Peter Schmitz,
Schützenkönig 2007/2008
passives ehemals aktives Mitglied
früher Mitglied im Jägerzug „Erftschützen“

Ralf Dworak,
Beisitzer im Gesamtvorstand des Bürger-Schützen-Verein Wevelinghoven
Adjutant des Scheibenschützencorps
Mitglied im Scheibenschützenzug „He Simmer“

Wilfried Krall,
passives ehemals aktives Mitglied
früher Mitglied im Jägerzug „Germania“

Guido Moll,
Mitglied im Jägerzug „Waldeslust“

Hendrik Söhnke,
Mitglied im Jägerzug „Erftjäger“

Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.